Letzte Rettung für traditionsreiches Metallunternehmen in Oberbayern

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Eine alte Visitenkarte mit den Worten "tech-up incorporated not for profit" darauf vor einem schwarzen Hintergrund.Admin User

Letzte Rettung für traditionsreiches Metallunternehmen in Oberbayern

Familiengeführtes Metallverarbeitungsunternehmen in Oberbayern knapp vor dem Ende gerettet

Ein traditionsreiches Familienunternehmen aus der Metallbranche in Oberbayern ist dank einer letzten Rettungsaktion nur knapp dem Zusammenbruch entgangen. Die Praetner GmbH, ein Zulieferer für Hardware und Maschinen mit Sitz in Sauerlach, stand Anfang 2023 vor der Schließung – verursacht durch explodierende Kosten und einen dramatischen Auftragseinbruch. Nun hängt das Überleben des Betriebs an der Übernahme durch den Konkurrenten Kreiller aus Traunstein.

Die Krise bei Praetner hatte sich nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 zugespitzt: Die Energiepreise schnellen um bis zu 500 Prozent in die Höhe, Rohstoffengpässe und ein massiver Nachfrageeinbruch lähmten das Unternehmen. Bis Ende 2023 musste das Unternehmen ein Schutzschirmverfahren einleiten – die Aufträge waren um 80 Prozent eingebrochen, Finanzierungsmöglichkeiten waren ausgeschöpft.

Am 15. Januar 2023 überbrachte Geschäftsführer Thomas Biersack den Mitarbeitenden die Hiobsbotschaft: Praetner werde schließen. Auch die Partnerfirmen wurden informiert – mit unerwarteter Folge. Innerhalb weniger Tage meldete sich Kreiller, ein Wettbewerber aus Traunstein, und signalisierte Interesse an einer vollständigen Übernahme inklusive der Belegschaft. Bereits am nächsten Tag besichtigten Prüfer den Standort in Sauerlach.

Es folgten hektische Wochen, in denen der Deal unter Hochdruck ausgehandelt wurde. Rund 80 Prozent der Arbeitsplätze bei Praetner konnten gerettet werden, und Biersack blieb als Niederlassungsleiter im Unternehmen. Firmeninhaber Louis Praetner, der sich nun in den Ruhestand verabschiedet, nannte Kreiller einen "weißen Ritter", der in letzter Sekunde eingesprungen sei. Ende 2023 wurde die Rettung schließlich besiegelt – die Marke Praetner bleibt unter dem Dach von Kreiller erhalten.

Die Übernahme sichert nicht nur den Großteil der qualifizierten Fachkräfte, sondern bewahrt auch den Unternehmensnamen. Kreillers Engagement kommt zu einer Zeit, in der die Bau- und Ingenieursbranche in Oberbayern von einer Welle von Insolvenzen erschüttert wird. Fürs Erste ruhen die Zukunft des Betriebs und die Jobs der Beschäftigten auf dieser neuen Partnerschaft.

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