Biofach 2024: Österreichs Bio-Hersteller zwischen Innovation und Herausforderungen

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Eine Tüte japanisches Essen auf einem Tisch mit Text, der darauf hinweist, dass es ein neues Produkt aus Japan ist.Admin User

Biofach 2024: Österreichs Bio-Hersteller zwischen Innovation und Herausforderungen

Österreichische Bio-Hersteller präsentieren Neuerungen auf der Biofach in Nürnberg

Österreichische Bio-Produzenten stellen auf der diesjährigen Biofach, der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel in Nürnberg, ihre neuesten Produkte vor. Trotz Herausforderungen wie steigender Kosten und einem Mangel an Landwirten blicken die Aussteller optimistisch in die Zukunft. Die Messe zeigt Innovationen aus über 90 Ländern und spiegelt die wachsende globale Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln wider.

Österreichische Unternehmen präsentieren auf der Messe eine Vielzahl neuer Produkte. Verival, ein Tiroler Müsli-Hersteller, wirbt für seinen glutenfreien Haferbrei, der bereits in über 35 Länder exportiert wird. Goodmills Austria hat glutenfreie Backmischungen und Einweg-Mehlsorten auf den Markt gebracht, um mit Handelsmarken zu konkurrieren. Unterdessen berichtete Sonnentor-Chef Johannes Gutmann, dass mittlerweile 65 Prozent des Umsatzes seines Unternehmens aus Exporten stammen – wobei die Biofach eine zentrale Rolle bei dieser Expansion spielt.

Die AMA Marketing zeigt klassische österreichische Äpfel, während Obst.Partner die Hälfte seiner 20.000 Tonnen schweren Bio-Ernte exportiert. Andere Aussteller präsentieren saisonale Produkte wie Ostertees und Eiergewürze. Doch die Branche kämpft mit Schwierigkeiten: Allein in den letzten drei Jahren stiegen die Produktionskosten um 25 Prozent – eine Belastung, die Verival nur schwer an die Verbraucher weitergeben konnte.

Zudem leidet der Sektor unter einem Rückgang der heimischen Produktion. Seit 2022 haben rund 1.000 Landwirte die Bio-Landwirtschaft verlassen, was zu Engpässen bei Eiern, Rind- und Schweinefleisch führt. In der Folge ist Österreich zunehmend auf Importe angewiesen, um die Nachfrage zu decken – und verpasst so mögliche Marktchancen für heimische Erzeuger. Trotz dieser Probleme herrscht am Stand von Bio Austria gute Stimmung, auch wenn Regen und ein Transportstreik die Messe beeinträchtigen.

Die Biofach verdeutlicht sowohl das Wachstum als auch die Herausforderungen des österreichischen Bio-Sektors. Während die globale Nachfrage nach Bio-Produkten weiter steigt, müssen die Hersteller höhere Kosten und eine schrumpfende inländische Produktion bewältigen. Die Messe dient als Plattform für Innovationen, doch die Abhängigkeit von Importen zeigt, dass die Branche für heimische Landwirte weiterhin Hürden bereithält.