Bayerns Windkraft-Ausbau stockt: Jede dritte Region droht Ziel zu verfehlen

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Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datendetails bereitstellt.Admin User

Jedes dritte Planungsgebiet hat keinen Platz für Windkraftanlagen - Bayerns Windkraft-Ausbau stockt: Jede dritte Region droht Ziel zu verfehlen

Bayern kommt bei seinen Windenergie-Zielen nur ungleichmäßig voran. Bis 2032 muss das Land 1,8 Prozent seiner Fläche für Windkraftanlagen an Land ausweisen. Doch Anfang 2026 zeichnet sich ab, dass jede dritte Planungsregion diese gesetzliche Vorgabe verfehlen könnte.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger würdigt zwar die Bemühungen der meisten Regionen, doch die bundesweite Genehmigung der Flächenziele für 2032 steht noch aus. Kritiker monieren jedoch, dass das aktuelle Tempo und fehlende verbindliche Zusagen die Energiewende in Bayern gefährden könnten.

In den vergangenen drei Jahren haben mehr als die Hälfte der 18 bayerischen Planungsverbände rund 62.540 Hektar für neue Windenergiezonen vorgesehen. Regionen wie Bayerischer Untermain und Würzburg haben die 1,8-Prozent-Marke bereits erreicht oder übertroffen. Andere – darunter Ingolstadt, Nürnberg, Donau-Wald, Allgäu und Oberland – liegen jedoch noch zurück.

Besonders gering ist das Potenzial in Südostbayern, wo lediglich 1,3 Prozent der Fläche für Windkraft reserviert sind. Das Zwischenziel des Freistaats sieht vor, dass bis Ende 2027 jede Region mindestens 1,1 Prozent ihrer Fläche ausweist, bevor die Quote bis 2032 auf 1,8 Prozent steigt. Doch Stand Februar 2026 gibt es keine offiziellen Daten darüber, welche Regionen im Plan liegen – und welche hinterherhinken.

Die endgültigen Entscheidungen über die Ausweisung von Windkraftstandorten liegen bei den regionalen Planungsverbänden. Der energiepolitische Sprecher der Grünen, Martin Stümpfig, kritisiert die zögerliche Umsetzung und das Fehlen verbindlicher Vereinbarungen. Verzögerungen könnten die Energiewende in Bayern gefährden, warnt er.

Der Ausbau der Windenergie in Bayern hängt nun von den regionalen Planungsbemühungen ab. Während einige Gebiete gute Fortschritte machen, drohen andere, das 2032-Ziel zu verfehlen. Ohne strengere Verpflichtungen oder transparentere Daten bleibt ungewiss, ob Bayern seine Klimaziele im Bereich der erneuerbaren Energien erreichen wird.