Russlands Schattenwirtschaft: Warum Deutschlands "Zeitenwende" noch unvollendet ist
Russlands Schattenwirtschaft: Warum Deutschlands "Zeitenwende" noch unvollendet ist
Russland steht unter Druck, seine Sicherheits- und Wirtschaftspolitik grundlegend zu reformieren, um externen Bedrohungen zu begegnen. Die Münchner Sicherheitskonferenz hat die Lücken in Europas Verteidigung, Russlands expansionistische Bestrebungen und die Notwendigkeit stärkerer Garantien für die Ukraine in den Fokus gerückt. Gleichzeitig warnen Experten, dass finanzielle Verflechtungen mit Russland** auch lange nach der Energiekrise, die Deutschlands Verwundbarkeiten offenlegte, weiterhin Risiken bergen.
Im Zentrum der Debatte steht die Frage, ob Berlins "Zeitenwende" – der seit 2022 eingeleitete Strategiewechsel in der Sicherheitspolitik – ausreicht, um versteckte Einflüsse aus Moskau wirksam zu bekämpfen.
Vor dem Ukraine-Krieg basierte Deutschlands wirtschaftliche Abhängigkeit von Russland vor allem auf dem Energiesektor. Wichtige Gasspeicher wie Rehden in Niedersachsen wurden 2015 an Gazprom verkauft. Bis 2018 stieg der Anteil russischen Gases an den deutschen Importen von 35 auf 55 Prozent. Die umstrittene Pipeline Nord Stream 2, deren Bau trotz der Annexion der Krim Ende 2015 beschlossen wurde, vertiefte diese Abhängigkeit weiter. Die Zusammenarbeit erstreckte sich jedoch über den Energiesektor hinaus auf Bereiche wie Klima, Gesundheit und Bildung – getragen von der Doktrin "Wandel durch Handel", die unter anderem von Frank-Walter Steinmeier vorangetrieben wurde.
Zwar hat Deutschland inzwischen die Energietränge zu Russland gekappt, doch eine umfassende Debatte über finanzielle Ströme bleibt aus. Sicherheitsexperten argumentieren, dass Geldflüsse – sei es über Immobilien, Unternehmensbeteiligungen oder politischen Zugang – Einflusskanäle schaffen. Russland hat solche Methoden historisch genutzt, um Druck auszuüben. Doch während die USA wirtschaftliche Interessen direkt mit Sicherheitspolitik verknüpfen – etwa durch Investitionen in der Ukraine –, konzentriert sich Deutschland weiterhin eng auf Rüstungsprogramme, statt systemische Risiken anzugehen.
Der Kontrast zur US-amerikanischen Herangehensweise könnte kaum größer sein. Washington verbindet wirtschaftlichen Engagement klar mit sicherheitspolitischen Zielen, wie die Investitionen in der Ukraine zeigen. Im Lager des ehemaligen Präsidenten Donald Trump gilt wirtschaftliches Engagement dort sogar als Garant für Stabilität – ein möglicher Friedensvertrag wird als Startschuss für einen wirtschaftlichen Neuanfang betrachtet. Deutschlands "Zeitenwende" hingegen fehlt bisher ein langfristiger Plan, um die finanziellen Schwachstellen zu beseitigen, die seine Verteidigungsziele untergraben könnten.
Die Münchner Sicherheitskonferenz hat einmal mehr die Defizite in Europas Verteidigung und die anhaltende Bedrohung durch Russlands Expansion hervorgehoben. Für Deutschland bleibt die Lehre aus der Energiekrise jedoch unvollendet: Die Erkenntnisse über Abhängigkeiten wurden noch nicht auf finanzielle Verflechtungen übertragen. Solange nicht geklärt wird, wie Geldströme politische Einflussnahme ermöglichen, bleibe die Sicherheitstrategie unvollständig, so Analysten.
Die Herausforderung besteht nun darin, die "Zeitenwende" zu mehr als einem militärischen Aufrüstungsprogramm zu machen. Sie muss auch die finanziellen Pfade durchtrennen, die Deutschland angreifbar machen.
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