Gasspeicher in Deutschland fallen auf kritische 20 Prozent – was jetzt passiert

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Eine alte deutsche Banknote mit einem schwarzen Hintergrund, die das Gesicht eines Mannes und den Text "St. Wien - Stäse Banco-Settel" zeigt.Admin User

Gaslager: 60 Millionen Euro Puffer für das Gassystem - Gasspeicher in Deutschland fallen auf kritische 20 Prozent – was jetzt passiert

Gasspeicher in Deutschland auf unter 20 Prozent gesunken – kritischer Tiefstand Ende Februar 2026

Die Gasreserven in Bundesländern Deutschlands sind auf unter 20 Prozent gefallen und haben damit Ende Februar 2026 einen kritischen Tiefstand erreicht. Dieser starke Rückgang folgt auf eine Reihe von politischen Kurswechseln und Marktentwicklungen, die die Vorräte deutlich unter das Niveau des Vorwinters sinken ließen. Die Behörden haben nun Notfallmaßnahmen ergriffen, um zusätzliche Lieferungen zu sichern – allerdings zu hohen Kosten für die Verbraucher.

Noch im vergangenen Sommer hatte Wirtschaftsministerin Katharina Reiche darauf gesetzt, die Speicherfüllung dem Markt zu überlassen, statt sie vorzuschreiben. Diese Entscheidung, kombiniert mit einem hohen globalen Angebot an Flüssigerdgas (LNG), machte die Einlagerung im Sommer unwirtschaftlich. Folglich waren die Bestände bereits zu Winterbeginn niedrig.

Hinzu kamen regulatorische Änderungen unter der damaligen Koalitionsregierung, die die Reserven weiter schwächten. Die Mindestfüllstände wurden gesenkt – von 40 auf 30 Prozent bis Februar und von 90 auf 80 Prozent bis November. Kältewellen, die Nachfrage der Industrie sowie die gasbetriebene Stromerzeugung ließen die Bestände schneller schrumpfen als erwartet. Engpässe in der regionalen Versorgung, insbesondere in Süddeutschland, verschärften die Lage zusätzlich.

Als Reaktion schrieb die Trading Hub Europe (THE) Ende Februar eine ungewöhnliche Ausschreibung für Ausgleichsenergie aus. Gesichert wurden dabei 21.300 Megawatt für Ende Februar und 15.000 Megawatt für Anfang März. Die Maßnahme schlägt mit rund 60 Millionen Euro zu Buche und treibt die Gesamtausgaben für die Wintervorsorge auf über 100 Millionen Euro. Zwar liegt die Summe unter früheren Schätzungen, doch bleibt sie deutlich höher als die vor dem Winter abgeschlossenen Langfristverträge.

Die Notfallkosten werden über einen Sonderaufschlag auf die Gasverbraucher umgelegt.

Deutschland steht nun vor den Folgen der geringen Speicherstände und der gestiegenen Notfallausgaben. Mit Reserven von etwa 22 Prozent Ende Februar bleibt die Lage angespannt. Die ergriffenen Maßnahmen sichern zwar kurzfristig die Versorgung, machen aber die finanzielle Belastung für Haushalte und Unternehmen deutlich.

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