Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern steht vor historischem Umbruch durch dramatischen Mitgliederschwund
Bischof: Kirche steht vor einer Wende - Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern steht vor historischem Umbruch durch dramatischen Mitgliederschwund
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) steht vor einem dramatischen Wandel, da die Mitgliederzahlen stark einbrechen. Bis 2035 könnte die Zahl der Gläubigen laut Prognosen um 40 Prozent sinken – auf dann noch 1,2 bis 1,5 Millionen. Dieser Rückgang wird tiefgreifende Veränderungen in Struktur und Finanzierung der Kirche erzwingen.
Die Landessynode, die derzeit bis Mittwoch in Amberg tagt, beendet mit dieser Sitzung ihre sechsjährige Amtszeit. Rund 100 Delegierte beraten über weitreichende Reformen, da die Kirche künftig nicht mehr an jedem Standort eine hauptamtliche Pfarrstelle finanzieren kann. Stattdessen soll es größere regionale Kirchengemeinden geben, in denen auch Verwaltungsaufgaben gebündelt werden.
Landesbischof Christian Kopp sprach von einem "historischen Einschnitt" und betonte die "atemberaubende" Geschwindigkeit des Wandels. Ein Mitgliederrückgang um 40 Prozent würde zwangsläufig auch zu einer Kürzung der Mittel und des hauptamtlichen Personals in gleichem Maße führen. Statt neue Ortsgemeinden mit festen Namen oder Größen zu schaffen, sieht der Plan vor, bestehende Kirchenkreise zusammenzulegen. Ein Beispiel ist der neu gebildete Kirchenkreis Schwaben-Altbayern, der aus den bisherigen Bezirken München, Augsburg und Regensburg hervorgeht. Mit 459 Gemeinden wird er zur größten Kirchenregion Bayerns.
Die Landessynode verfügt über weitreichende Befugnisse, darunter die Verabschiedung von Kirchengesetzen, die Bewilligung des Haushalts und die Wahl des Bischofs. Das künftige Modell setzt auf lokale Präsenz – allerdings in veränderter Form: Statt einzelner Pfarrer vor Ort sollen Teams aus Haupt- und Ehrenamtlichen die Arbeit übernehmen.
Die Reformen zielen darauf ab, die finanziellen und personellen Herausforderungen zu bewältigen, die durch den Mitgliederschwund entstehen. Die regionalen Kirchengemeinden sollen zentrale Aufgaben übernehmen, während die Beschlüsse der Synode die Ausrichtung der Kirche für die kommenden Jahre prägen werden. Die Veränderungen markieren den Übergang von traditionellen Strukturen hin zu einem zentraleren, teamorientierten System.
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