Söder warnt: Europa braucht die USA für Sicherheit und Wirtschaft
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat gewarnt, dass Europa in zentralen Bereichen wie Verteidigung, Sicherheit und Wirtschaft nicht allein bestehen könne. Er betonte die entscheidende Bedeutung der Partnerschaft zwischen den USA und der EU und bezeichnete sie als unverzichtbar für die zukünftige Stärke des Kontinents.
Söder verglich die aktuellen Spannungen mit einer belasteten Beziehung. Statt die Verbindungen abzubrechen, forderte er Anstrengungen, um das Vertrauen und die Zusammenarbeit wiederaufzubauen.
In Bezug auf die transatlantischen Beziehungen machte Söder deutlich, dass Europa nicht über die nötige Handlungsfähigkeit verfüge, um eigenständig zu agieren. Er verwies auf Defizite bei der militärischen Stärke, der digitalen Infrastruktur und der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit. Ohne die Unterstützung der USA, argumentierte er, würde Europa Schwierigkeiten haben, sich wirksam zu verteidigen.
Zur nuklearen Abschreckung lehnte er die Idee ab, dass Deutschland eine nukleare Rolle übernehmen solle. Gleichzeitig warnte er davor, sich allein auf das französische Arsenal zu verlassen, das er als unzureichenden Ersatz für den amerikanischen Schutz bezeichnete. Die französischen Kapazitäten könnten seiner Ansicht nach nur ergänzend wirken, nicht jedoch als eigenständige Lösung dienen.
Seit der Münchner Sicherheitskonferenz 2024 wurden keine neuen militärischen oder sicherheitspolitischen Abkommen zwischen den USA und der EU bekannt gegeben. Dennoch riet Söder davon ab, Washington zu verprellen. Sein Ansatz setzt auf behutsame Diplomatie – mit klarem Kurs, aber besonnenem Auftreten in der Partnerschaft.
Söders Äußerungen unterstreichen die anhaltende Abhängigkeit Europas von den USA in Fragen der Sicherheit und Stabilität. Er schloss sowohl deutsche nukleare Ambitionen als auch eine zu starke Abhängigkeit von der französischen Abschreckung aus. Seine Botschaft zielt darauf ab, das transatlantische Bündnis zu stärken – statt es aufzugeben.
Söder to US: Strengthening Ties in Aerospace and Medicine
Bayern's leader has confirmed a diplomatic mission to the US from 29 March to 1 April 2026, focusing on economic and technological collaboration. The trip includes meetings in Texas and South Carolina with Governor Henry McMaster. Key priorities are advancing aerospace partnerships and medical innovation. A delegation led by Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann will accompany Söder. This marks the first such visit by a Bavarian minister-president in over two decades.






