Renaults neue Plattform soll Elektroautos günstiger und flexibler machen

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Ein schlankes, glänzend schwarzes Suzuki EVX Concept-Auto mit einem großen Kühlergrill und einer gebogenen Motorhaube auf der Frankfurt Motor Show ausgestellt, mit einer Tafel im Vordergrund und einer Wand im Hintergrund.Admin User

Renaults neue Plattform soll Elektroautos günstiger und flexibler machen

Renault entwickelt eine neue Fahrzeugplattform, die ab 2028 als Basis für kompakte und mittelgroße Elektroautos dienen soll. Das Design zielt darauf ab, die Produktionskosten im Vergleich zur aktuellen CMF-EV-Architektur um 40 Prozent zu senken. Gleichzeitig erforscht das Unternehmen Hybridlösungen, um sich an Märkte mit begrenzter Ladeinfrastruktur anzupassen.

Die Plattform wird zunächst ein Serienmodell auf Basis des Emblème-Konzepts unterstützen, das als Nachfolger des Mégane gehandelt wird. Renaults Produktchef Bruno Vanel erklärte, der Wandel spiegle die Notwendigkeit von Flexibilität wider – angesichts der in einigen Regionen langsamer als erwartet verlaufenden Umstellung auf rein elektrische Fahrzeuge.

Um Reichweitenbedenken zu begegnen, arbeitet Renault an einem "Super-Hybrid"-System. Dieser Ansatz kombiniert einen kleinen Benzinmotor mit einem elektrischen Antriebsstrang, der nicht direkt die Räder antreibt, sondern die Batterie während der Fahrt auflädt. Die als C15-Reichweitenverlängerer bekannte Technologie wurde vom Antriebsspezialisten Horse auf der IAA Mobility in München im vergangenen September vorgestellt.

Das C15-System vereint einen 1,5-Liter-Vierzylinder-Motor, einen Generator und einen Wechselrichter in einer Einheit, die nicht größer als ein Aktenkoffer ist. Dieses kompakte Design ermöglicht eine einfache Integration in ein Elektroauto, ohne Platz zu opfern. Renault verspricht, dass die neue Plattform Reichweiten von über 1.000 Kilometern ermöglichen wird – ein Schritt, der den Übergang zur E-Mobilität erleichtern soll.

Die überarbeitete Plattform und die Hybridoptionen unterstreichen Renaults Strategie, vollelektrische Antriebe mit praktikablen Alternativen in Einklang zu bringen. Durch Kostensenkungen und eine größere Reichweite will der Konzern seine nächste Generation mittelgroßer Fahrzeuge an verschiedene Märkte anpassbarer machen. Das erste Modell auf Basis dieser Technologie soll bis 2028 auf den Markt kommen.