Mengele's Legacy: Film & Novel Remind Us of History's Darkest Moments
Mengele's Legacy: Film & Novel Remind Us of History's Darkest Moments
In der bayerischen Stadt Günzburg war die Familie Mengele seit dem Zweiten Weltkrieg über ein Jahrzehnt lang der bedeutendste Arbeitgeber. Währenddessen konnte Josef Mengele, der „Todesengel von Auschwitz“, in den 1950er-Jahren ungehindert seine Familie besuchen. Mengele, der zu dieser Zeit noch nicht weltweit als Verbrecher bekannt war, entzog sich der Verfolgung und lebte nach dem Krieg in Südamerika. Der jüngste Film "Das Verschwinden des Josef Mengele" unter der Regie von Kirill Serebrennikov zeigt seine späteren Jahre, geprägt von Bitterkeit, Paranoia und Einsamkeit. Der Streifen dient als eindringliche Mahnung, aus den Gräueltaten der Vergangenheit zu lernen. Im Film wird weniger ein psychologisches Porträt Mengeles gezeichnet, sondern vielmehr sein physischer Verfall dargestellt. Unterdessen nutzt ein brasilianischer Professor die Knochen Mengeles, um Studierenden die Diagnose von Krankheiten an Skelettresten zu vermitteln. Auch der Roman "Das Verschwinden des Josef Mengele" von Olivier Guez setzt sich mit diesen Themen auseinander und schließt mit einer Warnung vor dem Schwinden der Erinnerung und der Fähigkeit des Menschen zu neuem Unheil. Trotz seiner schrecklichen Vergangenheit konnte Mengele in den 1950er-Jahren unbehelligt seine Familie in Günzburg besuchen. Sowohl der Film "Das Verschwinden des Josef Mengele" als auch der gleichnamige Roman sind eindringliche Erinnerungen daran, wie wichtig es ist, die dunkelsten Kapitel der Geschichte nicht zu vergessen – und aus ihnen zu lernen.
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