Apotheken-Notdienst: Hoch belastet in den Ferien
Apotheken-Notdienst: Hoch belastet in den Ferien
Deutschlands Apothekennetz schrumpft – Patienten leiden unter Versorgungsengpässen
Die Zahl der Apotheken in Deutschland geht zurück, was die Möglichkeiten für Patienten in dringenden Behandlungsfällen immer weiter einschränkt. Besonders betroffen sind ländliche Regionen: In manchen Landkreisen hat sich die Anzahl der Apotheken innerhalb von nur zehn Jahren halbiert. Gleichzeitig verschärfen Änderungen bei der Notfallversorgung den Druck auf die verbleibenden Einrichtungen.
In Bayern ist die Apothekenversorgung noch vergleichsweise gut: Hier kommt auf etwa 4.500 Einwohner eine Apotheke, womit der Freistaat bundesweit den vierten Platz bei der lokalen Verfügbarkeit belegt. Doch im EU-Vergleich liegt Deutschland nur auf Platz 21 – mit 21 Apotheken pro 100.000 Einwohner deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 32.
Ein besonders eindrückliches Beispiel ist der Landkreis Berchtesgadener Land: In den vergangenen zehn Jahren schloss hier die Hälfte aller Apotheken, sodass nur noch 19 übrig sind. Dr. Thomas Wellenhofer, Inhaber der Bahnhof Apotheke in Freilassing seit fast 30 Jahren, führt den Rückgang auf ein unhaltbares Verhältnis zwischen finanziellen Risiken und Erträgen zurück. Die Notfallversorgung werde dadurch zunehmend schwieriger. An Feiertagen übernimmt oft nur eine einzige Apotheke die Versorgung für ganze Regionen, sodass Patienten weite Wege auf sich nehmen müssen, um lebenswichtige Medikamente zu erhalten.
Der Großhändler Noweda hat kürzlich sein Notfall-Bestellsystem angepasst: Standard-MSV3-Bestellungen, die an Wochenenden oder Feiertagen nach 13:30 Uhr aufgegeben werden, kommen erst am nächsten Werktag an. Bei echten Notfällen können Apotheken jedoch weiterhin zwischen 17 und 18 Uhr Dringlichkeitslieferungen anfordern, indem sie die Bestellung mit der Produktnummer PZN 9806390 kennzeichnen. Experten betonen, dass optimierte Logistik – etwa alternative Lieferwege und schnelle Zusendungen durch Großhändler – entscheidend ist, um die Notfallversorgung aufrechtzuerhalten. Zudem müssen Apotheken ausreichend Vorräte an essenziellen Arzneimitteln bereithalten, um spontane Nachfragespitzen abdecken zu können.
Der Rückgang der Apotheken und die geänderten Regelungen zur Notfallversorgung führen dazu, dass Patienten mit längeren Wartezeiten oder weiteren Anfahrtswegen rechnen müssen. Zwar gibt es regional noch eine bessere Versorgung, doch der allgemeine Trend zeigt: Das deutsche Apothekennetz gerät zunehmend unter Druck. Effiziente Logistik und ein gut organisiertes Lagermanagement bleiben daher unverzichtbar, um auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten eine zuverlässige medizinische Grundversorgung zu gewährleisten.
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