Zoll beschlagnahmt Luxus-Autos wegen unbezahlter Einfuhrzölle auf der A8 und A96

Admin User
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Ein Auto fährt durch einen beleuchteten Tunnel mit Graffiti an den Wänden, einem Geländer an der Seite und Bäumen im Hintergrund.Admin User

Zoll beschlagnahmt Luxus-Autos wegen unbezahlter Einfuhrzölle auf der A8 und A96

Deutsche Zollbeamte gehen verstärkt gegen unbezahlte Fahrzeug-Einfuhrabgaben auf wichtigen Autobahnen vor. Im Juli 2025 beschlagnahmten sie auf der A8 einen Lamborghini Gallardo im Wert von 120.000 Euro, nachdem dessen Besitzer 25.500 Euro an Einfuhrzöllen sowie eine Kaution von 9.600 Euro nicht beglichen hatte. Die Aktion ist Teil umfassender Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung bei Fahrzeugen, die aus Nicht-EU-Ländern eingeführt werden.

Die Beschlagnahmungen erfolgen auf Grundlage strenger deutscher Zollvorschriften. Jedes Fahrzeug, das aus einem Land außerhalb der EU eingeführt wird, muss an der Grenze angemeldet werden. Dabei sind sofort 10 Prozent Einfuhrzoll sowie 19 Prozent Mehrwertsteuer zu entrichten. Bei Nichteinhaltung drohen Bußgelder, strafrechtliche Konsequenzen und die Beschlagnahmung des Fahrzeugs bis zur Begleichung der ausstehenden Zahlungen.

Ein Schwerpunkt der Kontrollen liegt auf der A96 in der Nähe des Pfändertunnels, einer häufig genutzten Route von der Schweiz in Richtung München. Hier wurden bereits eine Vielzahl von Fahrzeugen überprüft – von Motorrädern und Oldtimern bis hin zu Geländewagen und Luxus-Sportwagen. Erst kürzlich wurde auf der A96 ein Porsche Panamera wegen unbeglichener Abgaben in Höhe von fast 9.000 Euro angehalten.

Zwischen Juli und Oktober 2025 stoppten die Beamten alle zwei bis drei Tage ein Fahrzeug wegen ausstehender Gebühren. Die insgesamt hinterzogenen Zölle und Mehrwertsteuern belaufen sich auf etwa 350.000 Euro, hinzu kommen in rund einem Viertel der Fälle Bußgelder von weiteren 40.000 Euro. Die angegebenen Kaufpreise der kontrollierten Fahrzeuge reichten von 1.500 bis 60.000 Euro.

Viele der Fahrzeuge stammten aus der Schweiz und sollten in osteuropäische Länder gebracht werden. Die Behörden warnen, dass nicht angemeldete Fahrzeuge beschlagnahmt werden können und die Besitzer mit langwierigen juristischen Verfahren rechnen müssen, um sie zurückzuerhalten.

Die verschärften Kontrollen führten bereits zu zahlreichen Beschlagnahmungen, darunter sowohl hochpreisige Sportwagen als auch Alltagsfahrzeuge. Haltern drohen nun sofortige Zahlungsaufforderungen, Strafen und mögliche strafrechtliche Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung. Die Zollbehörden überwachen weiterhin gezielt wichtige Routen, um weitere Verstöße zu verhindern.