Flexible Netzanbindungskontrakte: Warum sie die Energiewende beschleunigen können

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Eine Liniengrafik, die die monatliche Solarstromerzeugung in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.Admin User

Flexible Netzanbindungskontrakte: Warum sie die Energiewende beschleunigen können

Flexible Netzanbindungskontrakte (FNK) gewinnen als Lösung an Bedeutung, um die Überlastung der deutschen Energienetze zu entschärfen. Angesichts der wachsenden Zahl großer Batteriespeicherprojekte, die einen Netzanschluss anstreben, kämpfen Netzbetreiber mit der Bewältigung der Nachfrage. Einige testen nun FNK als mögliche Abhilfe – doch die meisten zögern noch, sie einzuführen.

FNK wurden zwar im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankert, ihre Nutzung bleibt für Netzbetreiber jedoch freiwillig. Trotz ihres Potenzials bieten bisher nur wenige Unternehmen solche Verträge an. Viele verweisen auf fehlende Erfahrung und klare Standards als Gründe für ihre Zurückhaltung.

LEW Verteilnetz gehört zu den wenigen Akteuren, die aktiv nach Lösungen suchen. Das Unternehmen hat bereits mehrere FNK abgeschlossen und dabei die Einspeisekapazität auf bis zu 1.000 Stunden pro Jahr begrenzt. Unterdessen fordert der Deutsche Bundestag mehr Transparenz und Standardisierung bei Netzanbindungen, um die Verbreitung zu beschleunigen.

Der Druck zur Einführung von FNK wächst, da Netzbetreiber mit einer Flut von Anschlussanfragen konfrontiert sind. Besonders große Batteriespeicherprojekte treiben die Nachfrage voran. Gleichzeitig enthält das anstehende "Netzpaket" der EU neue Vorschriften zum Netzzugang, die künftig die Umsetzung von FNK prägen könnten.

Aktuell wird diskutiert, FNK verbindlich vorzuschreiben. Falls beschlossen, könnte jeder Netzbetreiber eigene Kriterien für Anschlüsse festlegen. Dies könnte Engpässe verringern, birgt aber auch die Gefahr uneinheitlicher Praktiken in den Regionen.

FNK bieten eine mögliche Lösung, um Netzkapazitäten mit der steigenden Nachfrage aus Speicherprojekten in Einklang zu bringen. Bei einer Standardisierung und flächendeckenden Einführung könnten sie Netzbetreibern helfen, Anschlüsse effizienter zu verwalten. Doch der Fortschritt bleibt vorerst zäh – die Branche wartet auf klarere Vorgaben und Leitlinien.

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