"Dr." Rick und Desiree Nick: Schönheitschirurgen ohne Facharzt-Titel planen riskante Augen-OP

Moritz Albrecht
Moritz Albrecht
2 Min.
Das Gesicht einer Frau neben Textwerbung für Dr. Scotts Elektrische Rasierer.Moritz Albrecht

"Dr. Rick und Dr. Nick" sind das unangenehmste Ding im Fernsehen" - "Dr." Rick und Desiree Nick: Schönheitschirurgen ohne Facharzt-Titel planen riskante Augen-OP

Die Schönheitschirurgen Rick und Desiree Nick haben sich durch ihre ProSieben-Sendung einen umstrittenen Ruf erarbeitet. Das Duo, bekannt für gewagte Eingriffe und auffälliges Marketing, steht nun erneut in der Kritik – diesmal wegen ihrer Qualifikationen und Methoden. Zu ihren jüngsten Plänen gehört die Einführung einer Augenfarbveränderung in Deutschland, obwohl ihnen die formale Facharztanerkennung für plastische Chirurgie fehlt.

Rick, mit bürgerlichem Namen Henrik Heuveldop, gab sich lange als Arzt aus. Als niederländischer Physiotherapeut führte er in Deutschland ab etwa 2013 den Titel "Dr.", ohne über einen deutschen medizinischen oder doktoralen Abschluss zu verfügen. 2018 verurteilte ihn das Amtsgericht München wegen Verstoßes gegen §132a StGB (Missbrauch von Berufsbezeichnungen) zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro. Medizinische Konsequenzen blieben jedoch aus, bevor er 2020 seine Münchner Klinik eröffnete.

Weder Rick noch Desiree Nick – bürgerlich Dominik Bettray – besitzen eine Facharztausbildung für plastische und ästhetische Chirurgie. In ihrer TV-Show führten sie bereits Eingriffe wie die Injektion von Füllmaterial in das Gesicht einer Krebspatientin durch, gefolgt von einem Reisegutschein als "Entschädigung". Gleichzeitig werben sie für "natürliche Schönheit", indem sie D-Prominente mit sichtbaren Makeln präsentieren.

Auch die Klinikkultur des Duos ist ungewöhnlich: Mitarbeiter erhalten als Bonus jährliche Reisen auf die Balearen. Eine medizinische Fachangestellte, Stefanie, ließ sich gar die Gesichter der beiden auf den Oberschenkel tätowieren – als Zeichen der Loyalität. Nun erwägen die beiden, Bronzebüsten von sich selbst in der Klinik aufzustellen, angeblich aus "kulturellen Gründen".

Ihr neuestes Vorhaben ist die Einführung der Keratopigmentierung – ein Verfahren zur dauerhaften Veränderung der Augenfarbe. Sie vergleichen sich selbst mit Christoph Kolumbus und inszenieren ihre Arbeit als bahnbrechend in der Schönheitsbranche.

Trotz früherer Gerichtsurteile und Zweifeln an ihren Qualifikationen operieren die beiden weiter. Ihre Klinik bleibt geöffnet, mit Plänen zur Expansion in ungetestete Behandlungsmethoden. Die Behörden haben bisher keine weiteren Schritte angekündigt – ihre Zukunft in der Branche bleibt ungewiss.

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