DLRG wächst stetig – doch marode Schwimmbäder gefährden die Rettungsschwimmer-Ausbildung in Deutschland
DLRG bricht Mitgliedschaftsrekord - Kritik an baufälligen Schwimmbädern - DLRG wächst stetig – doch marode Schwimmbäder gefährden die Rettungsschwimmer-Ausbildung in Deutschland
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) verzeichnet stetiges Mitgliederwachstum – doch marode Schwimmbäder gefährden Ausbildung und Sicherheit
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) verzeichnet bundesweit einen kontinuierlichen Zuwachs an Mitgliedern. Allein in Bayern stieg die Zahl bis Ende 2025 auf über 41.500 – ein Plus von fast 2.500 im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieses positiven Trends warnt die Organisation, dass die bröckelnde Schwimmbadinfrastruktur die Ausbildungs- und Sicherheitsbemühungen bedroht.
Bundesweit zählte die DLRG Ende 2025 rund 642.000 Mitglieder, 15.000 mehr als noch 2024. Wie Präsidentin Ute Vogt betonte, sei dieses Wachstum seit Jahren stabil – mit Ausnahme der Zeit während der COVID-19-Pandemie. Besonders jung ist die Mitgliederschaft: In Bayern sind fast 60 Prozent der DLRG-Mitglieder unter 26 Jahre alt, und fast die Hälfte aller deutschen Mitglieder ist 18 Jahre oder jünger.
Doch während die Mitgliederzahlen steigen, kämpfen Schwimmbäder mit massiven Problemen. Jährlich schließen in Deutschland rund 80 öffentliche Bäder dauerhaft wegen Sanierungsbedarfs, viele andere – etwa in Bad Kissingen, Siegen oder Thüringen – bleiben vorübergehend geschlossen. Überbuchung und Renovierungsarbeiten belasten die Kapazitäten zusätzlich, was zu Rückständen in der Schwimmausbildung von Kindern führt – ein Problem, das sich durch die Pandemie noch verschärft hat.
Die DLRG fordert nun dringend Gegenmaßnahmen. Die Organisation plädiert für mehr Badeflächen, höhere Investitionen in die Infrastruktur und eine bessere Zusammenarbeit der kommunalen Behörden. Ohne diese Schritte würden die Ausbildung von Rettungsschwimmern und Schwimmkurse für Kinder weiter leiden.
Das wachsende Interesse an Wassersicherheit spiegelt sich zwar in den steigenden Mitgliederzahlen wider, doch die Infrastrukturprobleme bleiben ein großes Hindernis. Ohne verbesserte Bedingungen warnt die DLRG vor weiteren Verzögerungen in der Ausbildung und Wissenslücken bei jungen Schwimmern.
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