China wirbt bei Merz um Deutschlands Rolle als Brücke zu Europa
China wirbt bei Merz um Deutschlands Rolle als Brücke zu Europa
Chinas Spitzen-Diplomat Wang Yi traf am 14. Februar 2026 während der Münchner Sicherheitskonferenz in München mit Bundeskanzler Friedrich Merz zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Stärkung der Beziehungen zwischen beiden Ländern. Wang forderte eine vertiefte Zusammenarbeit und eine prominentere Rolle Deutschlands in den chinesisch-europäischen Beziehungen.
Wang Yi bezeichnete die deutsch-chinesischen Beziehungen als von "enormem Potenzial" geprägt und rief Berlin dazu auf, als Brücke zwischen China und Europa zu fungieren. Er betonte, beide Länder müssten in einer unsicheren globalen Lage als "Anker der Stabilität" wirken. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit solle, so Wang, weiterhin ein Grundpfeiler der breiteren China-EU-Beziehungen bleiben.
Während der Gespräche bekräftigte Wang Chinas Engagement für ein offeneres, marktwirtschaftlich geprägtes Geschäftsumfeld für deutsche und andere ausländische Unternehmen. Zudem schlug er vor, die hochrangigen Austauschformate auszubauen und die bilateralen Beziehungen angesichts wachsender geopolitischer Spannungen auf ein "neues Niveau" zu heben.
Deutsche Vertreter bestätigten im Gegenzug ihre Unterstützung für Freihandel und lehnten Protektionismus ab. Sie unterstrichen die Bedeutung einer starken Einbindung Chinas, betonten jedoch zugleich die Notwendigkeit, die Beziehungen zu anderen Schlüsselpartnern – darunter die USA – auszubalancieren. Beide Seiten hoben gemeinsame Prioritäten in globaler Governance und Multilateralismus hervor, wobei Wang sich gegen Unilateralismus und Blockkonfrontation aussprach.
Das Treffen fand vor dem Hintergrund einer seit 2020 rückläufigen Handelsdynamik zwischen China und der EU statt. 2023 erreichte das Handelsvolumen 739 Milliarden Euro – ein Rückgang gegenüber früheren Spitzenwerten. Gleichzeitig sind die EU-Investitionen in China aufgrund geopolitischer Spannungen geschrumpft. Die EU treibt zudem Initiativen wie den Critical Raw Materials Act voran, um die Abhängigkeit von China bei essenziellen Rohstoffen wie Seltenen Erden und Batterien zu verringern.
Wang Yis Besuch unterstreicht Chinas Bemühungen, die wirtschaftlichen und politischen Bindungen zu Deutschland trotz übergeordneter Herausforderungen zu festigen. Die Gespräche in München signalisierten ein gemeinsames Interesse an Stabilität und Zusammenarbeit – allerdings vor dem Hintergrund sich wandelnder Handelsströme und strategischer Neuausrichtungen in Europa. Beide Seiten verließen das Treffen mit dem Bekenntnis, den hochrangigen Dialog fortzuführen.
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