BSH streicht 1.400 Jobs: Bosch-Tochter schließt zwei große Werke bis 2028

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Ein Supermarktinneres mit verschiedenen Lebensmitteln auf den Regalen.

BSH streicht 1.400 Jobs: Bosch-Tochter schließt zwei große Werke bis 2028

BSH, Europas führender Hersteller von Haushaltsgeräten, plant den Abbau von rund 1.400 Arbeitsplätzen. Das seit 2015 vollständig zur Bosch-Gruppe gehörende Unternehmen produziert Marken wie Bosch, Siemens, Neff und Gaggenau. Schwache Nachfrage, ein schwächelnder Immobilienmarkt und die zunehmende Tendenz zu günstigeren Geräten haben die Entscheidung erzwungen.

Betroffen sind vor allem zwei Standorte: In Nauen (Brandenburg) wird die Produktion von Waschmaschinen bis Mitte 2027 eingestellt, was etwa 440 Beschäftigte trifft. In Bretten (Baden-Württemberg) endet bis Anfang 2028 die Fertigung von Backöfen und Dunstabzugshauben sowie Teile der Logistik – hier sind rund 980 Mitarbeiter betroffen.

Matthias Metz, Vorsitzender der BSH-Geschäftsführung, begründete die Maßnahmen mit einer umfassenden Prüfung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Er betonte, dass man in Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern nach fairen und sozialverträglichen Lösungen suche.

Die IG Metall und der Betriebsrat in Bretten forderten die Unternehmensführung auf, die Pläne zurückzuziehen. Kristian Kipcic-Suta, Vorsitzender des Betriebsrats, verlangte mehr Transparenz und eine echte Mitsprache bei den Entscheidungen. Beide Seiten drängen auf Verhandlungen über alternative Strategien, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.

BSH war ursprünglich ein Joint Venture von Bosch und Siemens, bis Bosch 2015 die alleinige Kontrolle übernahm. Nun kämpft das Unternehmen mit sinkenden Umsätzen, da Verbraucher zunehmend zu preiswerteren Geräten greifen und der Wohnungsmarkt weiter schwächelt.

Die Entlassungen werden die Belegschaft in den kommenden Jahren spürbar verkleinern. Die Produktion zentraler Produkte an zwei großen Standorten wird eingestellt, die Werke sollen bis 2028 schrittweise geschlossen werden. Die Arbeitnehmervertreter setzen sich weiterhin für Verhandlungen zum Erhalt von Arbeitsplätzen und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen ein.

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