35 Jahre Geisterparade: Köln feiert Protest und Karneval in Einem

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Eine Gruppe von Menschen, die neben einem Lastwagen mit bunten Luftballons die Straße entlanggehen, mit Schildern an Pfosten an der Straße und Bäumen und Gebäuden im Hintergrund, was auf eine Pride-Parade in Paris hindeutet.Admin User

35 Jahre Geisterparade: Köln feiert Protest und Karneval in Einem

Kölner Geisterparade feiert 35. Jubiläum mit Protest und Karnevalsflair

Mit einer bunten Mischung aus Protest und Feier hat die Kölner Geisterparade ihr 35-jähriges Bestehen begangen. Tausende zogen durch die Straßen und verbanden politischen Aktivismus mit dem berühmten Karnevalsgeist der Stadt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand die Wohnungspolitik – ganz in der Tradition der Parade, die sich stets aktuellen gesellschaftlichen Themen widmet.

Die Geisterparade startete 1991 als Antikriegsdemonstration, hat sich seitdem aber weiterentwickelt und nimmt heute drängende Herausforderungen in den Blick. Jede Ausgabe steht unter einem neuen Motto, und 2026 lautet der Spruch "Allerhööchste Zick för en andere Wohnungspolitik – mer können nit all em Dom schlofe" – ein deutlicher Appell für dringende Reformen im Wohnungswesen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentierten sich in aufwendigen Kostümen, von Geistern und Hexen bis hin zu Totenschädeln und Meeresbewohnern. Über der Menge thronten riesige, fantastische Tierfiguren, die sogenannten Schnappviecher, begleitet von einem durchsichtigen Tintenfisch aus Plastikflaschen. Viele trugen selbstgebastelte Schilder und Requisiten, die sich mit der Wohnungsnot beschäftigten.

An der Spitze des Umzugs marschierte Erich Hermans, verkleidet als Ähzebär und mit einem selbstgebauten Rummelpot-Instrument. Hermans gehörte 1993 zu den Gründern der organisierenden Gruppe Ähzebär un Ko e.V. und prägte maßgeblich die einzigartige Verbindung aus Aktivismus und Spektakel, die die Parade auszeichnet.

Der Zug endete am Kölner Veranstaltungsort Odonien, wo Musik und Performances die Feierlichkeiten bis tief in die Nacht hinein verlängerten. Obwohl die Geisterparade nach wie vor eine politische Demonstration bleibt, hat ihr lebendiges Flair sie zu einer geliebten jährlichen Tradition werden lassen.

Die 35. Auflage zog Tausende an und unterstrich damit ihre Doppelfunktion als politisches Statement und kulturelles Highlight. Mit ihrer Mischung aus Kreativität und Engagement entwickelt sich die Veranstaltung weiter – ohne dabei ihren ursprünglichen Geist zu verlieren. Die nächste Ausgabe wird voraussichtlich ein weiteres brennendes Thema in den Fokus rücken.

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