Woidkes Reformpläne: Wie Brandenburg den EU-Emissionshandel revolutionieren will
Woidke wird Unternehmen mit Klimafonds unterst├╝tzen - Woidkes Reformpläne: Wie Brandenburg den EU-Emissionshandel revolutionieren will
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke treibt weitreichende Reformen des EU-Emissionshandels voran. Sein Vorschlag, unterstützt vom Wirtschaftsverband Stahl, zielt darauf ab, Treibhausgase wirksamer zu reduzieren und gleichzeitig Unternehmen beim Umstieg auf klimafreundliche Technologien zu entlasten. Die unter dem Namen Klimageld für die Wirtschaft bekannte Initiative sieht vor, die Mittel direkt an Betriebe statt in einen allgemeinen Topf fließen zu lassen.
Woidkes Plan konzentriert sich auf zwei zentrale Änderungen. Erstens soll ein Großteil der Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung direkt an die Wirtschaft zurückfließen – und nicht, wie bisher, in den Klima- und Transformationsfonds. Diese finanzielle Unterstützung würde es Branchen erleichtern, auf grüne Technologien umzusteigen, ohne durch hohe Kosten überlastet zu werden.
Der Wirtschaftsverband Stahl hat die Pläne öffentlich begrüßt und betont, die aktuellen Regelungen belasteten die Hersteller zu stark. Doch Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), warnte nachdrücklich: Ohne schnelle finanzielle Entlastung und tiefgreifendere Reformen drohe das Emissionshandelssystem Produktionsstopp und sogar Werksschließungen zu beschleunigen. Deutschlands übergeordnetes Ziel bleibt Klimaneutralität bis 2045 – also eine Netto-Null bei CO₂-Emissionen. Doch Woidke betont, dass die Industrie ohne gezielte Förderung kaum in der Lage sein werde, diese Vorgaben zu erfüllen und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Reform würde die Verwendung der CO₂-Erlöse neu gestalten und direkte Hilfen für Unternehmen priorisieren. Wird sie umgesetzt, könnte sie die finanzielle Belastung der Industrie verringern und den Übergang zu klimaschonenden Technologien beschleunigen. Ob der Vorschlag Erfolg hat, hängt nun von der Zustimmung der EU und den anstehenden Verhandlungen ab.
Oberammergau setzt 2030 auf neuen Vertriebspartner für die Passionsspiele
Ein hannoversches Reiseunternehmen übernimmt die Vermarktung der legendären Passionsspiele. Doch kann es die globalen Herausforderungen meistern? Der Vorverkauf startet früher als je zuvor.
Kampf um das erste neue Oktoberfest-Bier seit Jahrzehnten: Giesinger Bräu will 2025 dabei sein
Eine Münchner Craft-Brauerei stellt die Bier-Tradition des Oktoberfests infrage. 40.000 Unterschriften könnten Geschichte schreiben – doch der Stadtrat blockt noch.
Mindestlohn ignoriert, Überstunden unbezahlt: Wie Arbeitgeber 2024 Gesetze umgehen
Fahrer um 64.000 Euro betrogen, Millionen Überstunden unbezahlt – und kaum Konsequenzen. Warum Deutschlands Arbeitsgesetze auf dem Papier stark sind, doch in der Praxis oft scheitern.
Erdinger Ringschluss: Neue S-Bahn-Strecke soll Flughafen und Region verbinden – doch Hürden bleiben
Eine direkte S-Bahn-Verbindung für Pendler und Flughafen-Gäste rückt näher – wenn Tunnel-Sanierungen und Planungsstreit gelöst werden. Werden die Ziele der Bahn noch rechtzeitig erreicht?