"The smarter E 2025" in München: Weniger Aussteller, aber volle Hallen und bahnbrechende Innovationen
Lukas Müller"The smarter E 2025" in München: Weniger Aussteller, aber volle Hallen und bahnbrechende Innovationen
Die Fachmesse "The smarter E" kehrte 2025 nach München zurück – mit fast 107.000 Besuchern
Die diesjährige Ausgabe zählte 2.737 Aussteller – ein Rückgang um 9 Prozent im Vergleich zu 2024, als die Zahlen um fast 22 Prozent gestiegen waren. Die Veranstalter hatten nach starken Voranmeldungen zunächst mit einer noch höheren Beteiligung gerechnet.
Die Planung für die Messe 2025 begann optimistisch: Bereits im Oktober 2024 waren über 90 Prozent der Ausstellungsfläche reserviert, die Prognosen sagten mehr als 3.000 Aussteller und 110.000 Besucher voraus. Die Ausgabe 2024 hatte bereits 3.008 Aussteller und rund 110.000 Besucher verzeichnet – ein deutlicher Anstieg gegenüber 2023.
Zu den Highlights zählte der "Hi-MO X10" von Longi Solar, der mit einem Wirkungsgrad von 24 Prozent bei Solarzellen den "The smarter E Award 2025" gewann. CATL präsentierte zudem ein Batteriespeichersystem mit neun Megawattstunden Kapazität und unterstrich damit die Fortschritte in der Energietechnik. Gleichzeitig warf der Ausschluss von Huawei aus dem Branchenverband SolarPower Europe – im Zusammenhang mit EU-Korruptionsermittlungen – einen Schatten auf die Solarindustrie.
Die Messe fand vor dem Hintergrund sich wandelnder Energiepolitiken statt. Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, betonte, dass erneuerbare Energien allein keine bezahlbare und zuverlässige Stromversorgung garantieren könnten. Sie forderte einen "Realitätscheck" und setzte sich für den Ausbau von Gaskraftwerken ein. Ihre Aussagen fielen in eine Phase verhalteneren Wachstums: 2024 hatten sowohl der deutsche Wärmepumpenmarkt als auch der europäische Batteriespeichersektor an Dynamik verloren, für 2025 wurde jedoch mit einer Erholung gerechnet.
Die "The smarter E 2025" endete mit weniger Ausstellern als erwartet, zog aber dennoch ein großes Publikum an. Innovationen in Solar- und Speichertechnologien stachen hervor, während politische Debatten die anhaltenden Herausforderungen der Energiewende in Europa verdeutlichten. Die Messe spiegelte damit sowohl Fortschritte als auch Unsicherheiten wider.






