SYPOX revolutioniert die Chemieindustrie mit strombasierter Hitze statt fossiler Brennstoffe
SYPOX revolutioniert die Chemieindustrie mit strombasierter Hitze statt fossiler Brennstoffe
Das deutsche Startup SYPOX revolutioniert die chemische Industrie, indem es fossile Brennstoffe durch Strom ersetzt. Seine Technologie erzeugt die für chemische Prozesse benötigte Hitze – ganz ohne Öl oder Gas. Das Ziel des Unternehmens: die industrielle Produktion deutlich nachhaltiger gestalten.
Die Idee entstand während der Doktorarbeit von SYPOX-Gründer und CEO Dr. Gianluca Pauletto in Montreal. Später entwickelten er und seine Mitgründer die Lösung an der Technischen Universität München (TUM) weiter.
Offiziell gegründet wurde SYPOX 2021 – unterstützt vom TUM Venture Lab ChemSpace und einem EXIST-Gründerstipendium. Das Team konzentrierte sich auf eine zentrale Herausforderung: die Herstellung von Synthesegas (Syngas), einem entscheidenden Grundstoff für zahlreiche Chemikalien. Bisher verbrennen Fabriken dafür fossile Brennstoffe und setzen dabei große Mengen CO₂ frei.
Der Reaktor des Startups sieht aus wie ein herkömmlicher Industrie-Druckbehälter, funktioniert aber anders: Er wirkt als elektrisches Heizelement hinter Katalysatoren und macht Gasbrenner überflüssig. Dadurch sinken die Emissionen drastisch, da der Prozess ohne fossile Energieträger auskommt.
Nun hat SYPOX seinen ersten Großkunden gewonnen. In einer Partnerschaft mit Clariant entsteht die weltweit erste Anlage mit dieser Technologie. Ab 2026 soll das Werk in Belgien täglich rund 150 Tonnen Syngas produzieren – mit bis zu 40 Prozent geringeren Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren.
Die Kooperation ist ein wichtiger Meilenstein für SYPOX' Vision, die chemische Produktion zu elektrifizieren. Durch den Ersatz fossiler Brennstoffe durch Strom bietet das Unternehmen eine saubere Alternative für industrielle Prozesse. Die Pilotanlage in Belgien wird zeigen, ob sich das Konzept branchenweit durchsetzen lässt.
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