Söder will Teilzeit mit Steuerbonus bekämpfen – doch die Kritik wächst

Admin User
2 Min.
Ein Diagramm auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen"Admin User

Söder: Söder möchte längere Arbeitszeiten fördern - Söder will Teilzeit mit Steuerbonus bekämpfen – doch die Kritik wächst

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat neue Maßnahmen vorgeschlagen, um Teilzeitarbeit zu reduzieren und die Produktivität zu steigern. Seine Ideen umfassen Steuererleichterungen und Befreiungen für diejenigen, die bereit sind, länger zu arbeiten. Der Plan hat bereits eine Debatte unter politischen Konkurrenten und innerhalb der eigenen Partei ausgelöst.

Am Wochenende veröffentlichte die CDU/CSU ein Positionspapier mit dem Titel 'Kein Anspruch auf Lifestyle-Teilzeit'. Darin fordert sie strengere Regeln für Teilzeitarbeit und argumentiert, dass Anspruchsberechtigungen nur bei triftigen Gründen – wie Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen – gelten sollten. Das Papier wurde vom CDU-nahen MIT erarbeitet, das eine Reform der aktuellen Teilzeitgesetze vorantreibt.

Söder erkannte zwar die Notwendigkeit längerer Arbeitszeiten an, lehnte den strikteren Ansatz des MIT jedoch ab. Stattdessen schlug er vor, dass bereits eine zusätzliche Stunde pro Woche einen spürbaren Unterschied machen könnte. Um dies zu fördern, schlug er finanzielle Anreize vor, darunter Steuerentlastungen und geringere Sozialabgaben.

Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Oppositionsparteien und die SPD verurteilten den Plan, während auch einige CDU-Mitglieder Bedenken äußerten. Trotz der Gegenwehr blieb Söder bei seiner Überzeugung, dass eine Erhöhung der Arbeitszeiten – ohne harte Einschränkungen – der Wirtschaft helfen könnte.

Die Debatte zeigt die Spannungen zwischen Work-Life-Balance und wirtschaftlichem Wachstum. Söders Anreize zielen darauf ab, das Arbeitsverhalten zu ändern, ohne die Rechte von Teilzeitkräften zu beschneiden. Die Diskussion wird voraussichtlich weitergehen, während die Parteien Produktivität und Flexibilität der Arbeitnehmer gegeneinander abwägen.