Siemens Healthineers erhält Investment-Grade – doch die Siemens-Aktie bleibt unter Druck
Siemens Healthineers erhält Investment-Grade – doch die Siemens-Aktie bleibt unter Druck
Siemens Healthineers-Aktie: Moody’s gibt den Ton an
Siemens Healthineers erhält erstmals Investment-Grade-Bewertung von Moody’s, während Siemens AG ihren Anteil deutlich verringern will. Analysten bewerten die Auswirkungen auf die Aktie unterschiedlich.
- Dezember 2025, 18:06 Uhr
Siemens Healthineers hat weitreichende Änderungen in seiner Unternehmensstruktur und bei den finanziellen Zielen bekannt gegeben. Das Unternehmen strebt ein stetiges Wachstum an, während die Siemens AG plant, ihren beherrschenden Einfluss schrittweise abzubauen. Investoren und Analysten reagieren nun auf diese Entwicklungen.
Der Medizintechnik-Konzern will seine Sparten bis 2030 neu ordnen. Eine neue Einheit namens „Präzisionstherapie“ soll die Bereiche Varian, Advanced Therapies und Ultraschall bündeln. Gleichzeitig werden für die Segmente Bildgebung und Präzisionstherapie jährliche Wachstumsraten von 6 bis 9 Prozent erwartet, während die Diagnostik-Sparte im mittleren einstelligen Bereich expandieren soll.
Auch die Bundesregierung hat Signalbereitschaft gezeigt: Sie lässt offen, ob die Diagnostik-Sparte bis Ende des Jahrzehnts veräußert oder umstrukturiert wird.
Finanziell hat Siemens Healthineers einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die Ratingagentur Moody’s stufte das Unternehmen erstmals mit einem Investment-Grade-Rating ein. Die langfristige Bonitätsnote lautet A3, die kurzfristige P-2 – beide mit stabilem Ausblick. Trotz dieser positiven Entwicklung stufte die Deutsche Bank die Aktie auf „Halten“ herab und senkte das Kursziel auf 46 Euro. Als Begründung nannten die Analysten den erwarteten Verkaufsdruck durch die Pläne der Siemens AG, ihren Anteil von 67 auf etwa 37 Prozent zu reduzieren.
Siemens Healthineers steht nun vor einer Phase des Umbruchs und der Neuausrichtung der Anteilseigner. Die Wachstumsziele und die verbesserte Bonitätseinstufung bieten zwar eine solide Grundlage, doch die Marktstimmung bleibt gespalten. Die Haltung der Bundesregierung zur Diagnostik-Sparte trägt zusätzlich zur Unsicherheit über die langfristige Strategie bei.
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