Puma kämpft ums Überleben: Aktie stürzt ab, Verluste explodieren

Admin User
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Ein Sportler posiert für ein Foto und trägt ein Hemd mit verschiedenen Sponsorennamen.Admin User

Puma kämpft ums Überleben: Aktie stürzt ab, Verluste explodieren

Sportartikelhersteller Puma steht vor einem schwierigen Jahresende nach drastischem Umsatz- und Gewinnrückgang. Die Aktie des Unternehmens hat seit Januar mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren und notiert derzeit bei 21,55 Euro pro Stück. Angesichts wachsender finanzieller Belastungen verfolgen Anleger und Analysten gespannt die nächsten Schritte des Konzerns.

Im dritten Quartal verschärften sich Pumas Probleme: Der Umsatz sank um 10,4 Prozent auf währungsbereinigter Basis, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um über 80 Prozent einbrach – ein deutliches Zeichen für den drastischen Profitabilitätsverlust. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun mit einem zweistelligen prozentualen Umsatzrückgang sowie einem operativen Verlust im Jahr 2025.

Um die finanzielle Lage zu entlasten, sicherte sich Puma frische Liquidität in Höhe von 608 Millionen Euro. Dazu gehören ein von Santander garantiertes Überbrückungsdarlehen über 500 Millionen Euro sowie zusätzliche Kreditlinien von 108 Millionen Euro. Die Mittel sollen die Geschäfte stabilisieren, während die Marke eine umfassende Umstrukturierung durchläuft.

Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung plant Puma für 2025 Investitionen von rund 250 Millionen Euro. Bis Ende 2026 sollen zudem 900 Verwaltungsstellen abgebaut werden, um die Kosten zu senken. Gleichzeitig hält sich seit November hartnäckig das Gerücht über eine mögliche Übernahme: Als potenzielle Käufer gelten die Sportartikelhersteller Anta Sports, Li Ning und Asics. Eine zentrale Rolle für die Zukunft Pumas wird die Entscheidung von Artemis spielen, der Holdinggesellschaft der Familie des französischen Milliardärs François-Henri Pinault.

Zusätzlichen Druck übt der französische Hedgefonds Capital Fund Management aus, der am 25. Dezember eine Leerverkaufsposition von 0,50 Prozent auf Puma-Aktien eröffnete. Der Schritt spiegelt wachsende Skepsis wider, ob das Unternehmen kurzfristig eine Erholung schaffen kann.

Pumas finanzielle Aussichten bleiben ungewiss: Der Konzern kämpft mit sinkenden Umsätzen, hohen Verlusten und einem schwächelnden Aktienkurs. Die neu beschafften Mittel bringen zwar vorläufige Entlastung, doch der Erfolg des Umstrukturierungsplans wird entscheiden, ob die Marke wieder zu Stabilität findet. Anleger und Branchenbeobachter warten nun gespannt ab, wie die Unternehmensführung und mögliche Interessenten in den kommenden Monaten reagieren werden.