Private Bahnbetreiber in Bayern attackieren Planungschaos der Deutschen Bahn
Private Railways Criticize DB's Construction Site Management - Private Bahnbetreiber in Bayern attackieren Planungschaos der Deutschen Bahn
Private Bahnbetreiber in Südostbayern üben scharfe Kritik an Bauplanung der Deutschen Bahn
Private Eisenbahnunternehmen in Südostbayern haben schwere Vorwürfe gegen das Baumanagement der Deutschen Bahn erhoben. Die Westbahn und die Bayerische Regiobahn (BRB) werfen dem Konzern Planungschaos, mangelnde Kommunikation und unzuverlässige Zeitpläne vor. Die Probleme drohen den Bahnbetrieb zu beeinträchtigen und die bis 2028 geplanten Großsanierungen zusätzlich zu erschweren.
Der Geschäftsführer der Westbahn, Thomas Posch, und BRB-Chef Arnulf Schuchmann haben die Deutsche Bahn und ihre Infrastrukturtochter DB InfraGo öffentlich scharf kritisiert. Sie behaupten, dass dringende Fragen zu anstehenden Modernisierungsvorhaben unbeantwortet blieben und die Betreiber damit im Unklaren ließen. Beide Manager fordern drei zentrale Verbesserungen: längere Vorlaufzeiten, weniger kurzfristige Änderungen und ein Ende der unberechenbaren Planung.
Auch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat sich den Frust der Unternehmen zu eigen gemacht und die Kritik an der Bauprojektsteuerung durch DB InfraGo unterstützt. Gleichzeitig meldete sich der Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen (Bauindustrieverbände NRW) zu Wort. Dieser warf der Deutschen Bahn vor, Sondermittel für das Jahr 2025 nicht sachgerecht einzusetzen, und forderte fairere Ausschreibungsverfahren, um auch mittelständischen Unternehmen eine Chance zu geben. Zudem drängte der Verband auf Investitionen in die Instandhaltung der Wasserstraßen, die seiner Ansicht nach seit Langem vernachlässigt werden.
Schuchmann hat nun zu sofortigem politischem Handeln aufgerufen, um die eskalierenden Probleme in den Griff zu bekommen. Ohne Eingreifen der Politik warnen die Betreiber vor weiteren Verzögerungen und massiven Betriebsstörungen in den kommenden Jahren.
Die anhaltenden Konflikte offenbaren eine tiefe Unzufriedenheit mit der Bauplanung der Deutschen Bahn. Bahnunternehmen, Wirtschaftsverbände und regionale Behörden betonen einheitlich die Notwendigkeit transparenterer Abläufe und einer gerechteren Mittelverteilung. Bleiben die Probleme ungelöst, könnte dies zu weiteren Instabilitäten im Schienenverkehr in Südostbayern führen.
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