Münchner Quantentechnologie revolutioniert Chip-Prüfung mit 152-Millionen-Investition
Münchner Quantentechnologie revolutioniert Chip-Prüfung mit 152-Millionen-Investition
QuantumDiamonds sichert 152 Millionen Euro für Münchner Chip-Prüfanlage
Zusammenfassung Die QuantumDiamonds GmbH hat Investitionen in Höhe von 152 Millionen Euro für den Bau einer neuen Produktionsstätte in München angekündigt, in der fortschrittliche Chip-Testsysteme auf Basis von Quantenmesstechnik entwickelt werden sollen. Die Anlage soll die europäische Halbleiterindustrie stärken, indem sie entscheidende Herausforderungen bei der Ausbeute in der Produktion hochleistungsfähiger KI-Chips angeht.
15. Dezember 2025, 13:55 Uhr
Die QuantumDiamonds GmbH wird in München-Ost eine hochmoderne Produktionsanlage errichten, die mit 152 Millionen Euro an Privatkapital sowie zweistelligen Millionenbeträgen aus öffentlichen Mitteln finanziert wird. Das am 15. Dezember 2025 vorgestellte Projekt zielt darauf ab, Europas Stellung auf dem globalen Halbleitermarkt zu festigen. Beobachter bewerten den Schritt als strategische Maßnahme zur Stärkung der technologischen Souveränität und industriellen Wettbewerbsfähigkeit.
Die neue Anlage wird sich auf quantenbasierte Chip-Messtechnik und Prüfsysteme spezialisieren, die Stickstoff-Fehlstellenzentren (NV-Zentren) in Diamanten nutzen, um elektrische Ströme mit Mikrometer-Präzision abzubilden. Diese Technologie ist entscheidend für die Prüfung moderner 2,5D- und 3D-Chip-Architekturen, die in KI-Anwendungen, der Automobilindustrie und der mobilen Elektronik zum Einsatz kommen. Herkömmliche Verfahren stoßen bei der zunehmenden Komplexität dieser Chips an ihre Grenzen, was zu geringeren Produktionsausbeuten führt – ein Problem, das die Systeme von QuantumDiamonds lösen sollen.
Der Baubeginn ist für das vierte Quartal 2025 geplant. Die deutsche Bundesregierung und die bayerische Staatsregierung steuern etwa die Hälfte der Gesamtkosten bei, rund 76 Millionen Euro, im Rahmen des europäischen Chips-Gesetzes. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte, das Projekt schaffe hochqualifizierte Arbeitsplätze und stärke den Mikroelektronik-Standort in der Region.
Die Europäische Kommission sieht in QuantumDiamonds einen möglichen Nachfolger von ASML, einem der weltweit führenden Unternehmen in der Halbleitertechnologie. Derzeit produziert Europa etwa 10 % der globalen Halbleiter, doch das Chips-Gesetz strebt einen Anteil von 20 % bis 2030 an. Die Münchner Anlage ist Teil einer umfassenderen Strategie, um die Produktionskapazitäten zu verdoppeln und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten zu verringern.
Sobald die Fabrik in Betrieb geht, wird sie Europa ein entscheidendes Werkzeug an die Hand geben, um die Ausbeute bei Hochleistungs-Chips – insbesondere für KI-Anwendungen – zu steigern. Die Investition steht im Einklang mit den langfristigen Zielen, die Halbleiterproduktion auf dem Kontinent auszubauen und Europas Position in der globalen Technologie-Lieferkette zu sichern. Die breite Unterstützung aus öffentlichen und privaten Quellen unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts für die regionale und europäische Industrie.
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