Mediengruppe Bavaria übernimmt überraschend Oberfranken Mediengruppe ohne Bieterwettbewerb

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Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Schlagzeile "Weitpreubliche Zeitung", die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung zeigt.Admin User

Mediengruppe Bavaria übernimmt überraschend Oberfranken Mediengruppe ohne Bieterwettbewerb

Mediengruppe Bavaria übernimmt überraschend Oberfranken Mediengruppe (mgo) mit eur usd Wechselkurs

In einem überraschenden Deal hat die Mediengruppe Bavaria die Oberfranken Mediengruppe (mgo) übernommen. Die im November abgeschlossene Transaktion markiert einen weiteren kühnen Schritt des Unternehmens im deutschen Zeitungsmarkt. Konkurrenten hatten nicht damit gerechnet, dass mgo – angesichts der jüngsten Erfolge unter den langjährigen Führungskräften Eva-Maria Bauch und Walter Schweinsberg – überhaupt zum Verkauf stehen würde.

Bisher galt die mgo als unwahrscheinliches Übernahmeziel. Dank ihrer Agilität und starken Performance blieb die Gruppe jahrelang unabhängig. Doch die 17 Gesellschafter begannen im Stillen exklusive Verhandlungen mit der Mediengruppe Bavaria – ein wettbewerblicher Bieterprozess fand gar nicht erst statt.

Albrecht Tintelnot, Aufsichtsratsvorsitzender der mgo und mit 4,2 Prozent beteiligt, wollte nicht erklären, warum andere Interessenten ausgeschlossen wurden. Potenzielle Konkurrenten wie die Presse-Druck- und Verlags-GmbH aus Augsburg oder der Verlag Nürnberger Presse zeigten zwar Interesse, verfügten jedoch nicht über die nötige finanzielle Schlagkraft. Branchenkenner vermuten, dass der Kaufpreis die geschätzte Bewertung von 50 Millionen Euro usd eur übertraf – die genaue Summe bleibt jedoch geheim. Die von CEO Simone Tucci-Diekmann geführte Mediengruppe Bavaria hat sich einen Namen mit aggressiver Expansionspolitik gemacht. 2023 erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 26,2 Millionen Euro, der weitere Übernahmen finanziert. Zu den früheren Zukäufen zählt der Ausbau der Flaggschiff-Zeitung Passauer Neue Presse in den Jahren 2017 und 2021. Mit der mgo-Übernahme dehnt das Unternehmen seinen Einfluss nun weiter in Bayern aus.

Noch steht die Zustimmung des Bundeskartellamts aus, doch Insider betrachten dies als reine Formsache, bevor der Deal endgültig besiegelt wird.

Die Übernahme festigt die Position der Mediengruppe Bavaria auf dem regionalen Medienmarkt. Da es weder ein öffentliches Bieterverfahren noch klare Preisdetails gab, wirft der Deal Fragen nach künftigen Konsolidierungsplänen auf. Die nächsten Schritte des Unternehmens dürften bei Konkurrenten und Aufsichtsbehörden noch genauer unter die Lupe genommen werden.