Lufthansa entscheidet bald: Wird München oder Frankfurt zum neuen Mega-Drehkreuz?

Anton Hofmann
Anton Hofmann
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Ein Airbus A320-200 der Germanwings steht am Frankfurter Flughafen, mit Fahrzeugen, Verkehrskegeln, Pfählen und Gras im Hintergrund.Anton Hofmann

Lufthansa entscheidet bald: Wird München oder Frankfurt zum neuen Mega-Drehkreuz?

Lufthansa steht vor der Ankündigung einer großen Expansion an einem ihrer beiden deutschen Drehkreuze. Die Airline prüft derzeit Pläne für Frankfurt oder München, wobei in den kommenden Wochen mit einer endgültigen Entscheidung gerechnet wird. Vorstandschef Carsten Spohr bestätigte, dass die Wahl von den laufenden Verhandlungen mit den Flughafenbetreibern abhängt.

Sowohl Frankfurt (FRA) als auch München (MUC) haben seit der Pandemie einen deutlichen Aufschwung erlebt. Lag die Auslastung der beiden Flughäfen 2021 noch bei nur 30–40 Prozent, stieg sie bis 2025 auf 85–95 Prozent – angetrieben durch die wachsende internationale Nachfrage. Frankfurt verzeichnete im vergangenen Jahr 60 Millionen Passagiere bei einer Auslastung von 92 Prozent, während München 45 Millionen Fluggäste bei 90 Prozent Kapazitätsauslastung bediente. Doch das Wachstum wird durch Personalmangel und begrenzte Infrastruktur gebremst.

In Frankfurt führte Lufthansa Gespräche mit Fraport über ein Joint Venture zur Modernisierung der Terminals. Bisher kam es jedoch zu keinen konkreten Fortschritten. München hingegen plant bereits den Ausbau des Satelliten-Terminals (T-Pier), ein Projekt, das Lufthansa im Falle einer Entscheidung für den Standort übernehmen könnte.

Die Airline hat einen gleichzeitigen Ausbau beider Drehkreuze ausgeschlossen. Stattdessen will sie die Ressourcen auf den Standort konzentrieren, der die besten langfristigen Wachstumschancen bietet.

Eine finale Entscheidung steht nun unmittelbar bevor. Spohr kündigte an, sie werde "innerhalb von Wochen, nicht Monaten" fallen. Ausschlaggebend wird sein, ob die Verhandlungen mit Fraport in Frankfurt zu einer Einigung führen. Scheitern diese, könnten Münchens bestehende Ausbaupläne zur bevorzugten Option werden.