Krankenkassen müssen Bürgergeld mitfinanzieren - AOK-Chef: "2026, Politik muss liefern"
Krankenkassen müssen Bürgergeld mitfinanzieren - AOK-Chef: "2026, Politik muss liefern"
Krankenkassen müssen Bürgergeld mitfinanzieren – AOK-Chefin: „2026 muss die Politik liefern“
Teaser: Beim versprochenen „Herbst der Reformen“ hat Schwarz-Rot noch nichts vorgelegt. AOK-Chefin Stippler benennt die Probleme.
Artikel: Das deutsche Gesundheitssystem steht nach Angaben der AOK Bayern unter wachsendem Finanzdruck. Vorstandsvorsitzende Irmgard Stippler warnt, dass dringend Reformen nötig sind, um steigende Beitragssätze zu verhindern. Eine aktuelle Umfrage zeigt zwar weiterhin breite Unterstützung für das Solidarprinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung – doch die Ausgaben wachsen ungebremst und übersteigen die Einnahmen.
Stippler betonte, dass dieses Ungleichgewicht ohne Gegenmaßnahmen zu höheren Belastungen für die Versicherten führen werde. Um die Kosten zu stabilisieren, will die AOK Bayern ihren Zusatzbeitrag 2026 bei 2,69 Prozent halten.
Derzeit greift die Kasse auf Rücklagen und einen Bundeszuschuss zurück, um die Stabilität zu wahren. Doch Stippler machte klar: Kurzfristige Lösungen reichen nicht aus. Sie forderte ein Sparpaket in Höhe von zwei Milliarden Euro sowie tiefgreifende strukturelle Veränderungen.
Zu den zentralen Reformen zählen bessere Prävention, ein funktionsfähiges Krankenhaussystem und eine optimierte Notfallversorgung. Auch die Pflege und die hausärztliche Versorgung müssen modernisiert werden, um den Bedürfnissen einer alternden Bevölkerung gerecht zu werden. Stippler plädierte zudem für eine gerechtere Kostenverteilung – insbesondere bei öffentlichen Aufgaben wie der Gesundheitsversorgung von Bürgergeld-Empfängern.
Die Zeit drängt: Die AOK Bayern sieht 2026 als entscheidendes Jahr, in dem die Politik handeln muss, bevor sich die finanzielle Schieflage weiter verschärft.
Die Bundesregierung steht in der Pflicht, schnell zu agieren, um die Zukunft der Kranken- und Pflegeversicherung zu sichern. Ohne Reformen werden die Beiträge weiter steigen und die Haushalte zusätzlich belasten. Die Vorschläge der AOK Bayern zielen darauf ab, die Kosten im Griff zu behalten – ohne das Solidarprinzip als Kern des Systems aufzugeben.
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