Hans-Werner Sinn fordert „Europäischen Bund“ gegen Putins Aggression und US-Abhängigkeit
Hans-Werner Sinn fordert „Europäischen Bund“ gegen Putins Aggression und US-Abhängigkeit
Der Ökonom Hans-Werner Sinn sorgt einmal mehr mit seinen pointierten Ansichten zu Geopolitik und europäischer Politik für Schlagzeilen. In einem aktuellen Interview mit Business Insider nahm er zu drängenden wirtschaftlichen und politischen Fragen Stellung. Sein neuestes Buch "Trump, Putin und die Vereinigten Staaten von Europa" hat die Debatte über Europas zukünftige Sicherheit und Unabhängigkeit neu entfacht.
In seinem 2025 erschienenen Werk argumentiert Sinn, dass Europa heute vor ernsten geopolitischen Risiken stehe. Traditionelle Bündnisse seien unzuverlässig geworden, während Russlands aggressive Haltung unter Putin den Druck erhöhe. Gleichzeitig hätten die Spannungen mit den USA unter Trump die EU zu teuren Energieabkommen gezwungen – etwa zum Kauf von amerikanischem Gas im Volumen von 600 Milliarden Euro über drei Jahre. Kritisch äußert er sich auch zu den Schuldenpolitik der USA, die durch künstlich niedrige Zinsen die globalen Märkte belaste.
Der Wirtschaftswissenschaftler wirft dem Westen vor, nach 1992 eine Chance verpasst zu haben, Russland in den europäischen Handelsraum zu integrieren – im Einklang mit der Wolfowitz-Doktrin. Statt auf instabile Partnerschaften zu setzen, schlägt er einen "Europäischen Bund" vor: ein vereintes Europa mit gemeinsamer Militär-, Finanz- und Institutionenstruktur. Dies, so Sinn, würde dem Kontinent mehr Souveränität verleihen. Über seine schriftstellerische Tätigkeit hinaus bleibt er eine prägende Stimme in öffentlichen Debatten. Erst kürzlich unterstützte er auf der ZDF-Sendung "Lanz" den Jugendverband der deutschen Unionsparteien und forderte Rentenreformen. Seine aktive Rolle in wirtschaftlichen und politischen Diskussionen hält ihn im Zentrum der nationalen Debatten.
Sinns jüngste Veröffentlichungen und Medienauftritte unterstreichen seinen langjährigen Einfluss auf die europapolitische Diskussion. Sein Plädoyer für ein stärker vereintes Europa kommt zu einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Herausforderungen. Das Buch und seine öffentlichen Stellungnahmen dürften die strategische Ausrichtung des Kontinents weiter prägen.
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