Grüne planen Steuerbefreiung für Bio-Produkte und kämpfen gegen Shrinkflation

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Ein Supermarktregal mit verschiedenen Lebensmitteln, darunter Pakete mit Gemüse, jeweils mit einem Preisschild versehen.Admin User

Grüne fordern Null-VAT für Bio-Lebensmittel - Grüne planen Steuerbefreiung für Bio-Produkte und kämpfen gegen Shrinkflation

Die Grünen in Deutschland haben eine Reihe von Vorschlägen vorgestellt, die die Ernährungspolitik neu gestalten und die finanzielle Belastung der Verbraucher verringern sollen. Zu den zentralen Plänen gehört die Forderung, die Mehrwertsteuer auf Bio-Produkte abzuschaffen, um sie erschwinglicher zu machen und gleichzeitig die bayerische Landwirtschaft zu fördern. Die Partei will zudem versteckte Preiserhöhungen bekämpfen und die Transparenz beim Lebensmitteleinkauf verbessern.

Eines der ehrgeizigsten Vorhaben ist die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf ökologische Waren. Diese Maßnahme würde die Kosten für Kundinnen und Kunden senken und die Nachfrage nach regionalen Bio-Erzeugnissen aus Bayern steigern. Bis 2035 strebt die Partei an, dass die Region bei Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau zu 80 Prozent selbstversorgend wird – ein Wandel, den sie als "Gemüse- und Obstpatriotismus" bezeichnet.

Die Grünen nehmen auch das Phänomen der "Shrinkflation" ins Visier, bei dem Produktgrößen schrumpfen, während die Preise gleich bleiben. Orientiert an Vorbildern aus Frankreich und Österreich fordern sie klarere Kennzeichnungen, um diese Praxis offenzulegen. Ein weiterer Vorschlag sieht eine Preisvergleichs-App vor, die Verbrauchern Echtzeitdaten zu Lebensmittelkosten liefert. Auch Bildung spielt eine Rolle: Die Partei setzt sich für kostenlose Schulmahlzeiten für alle Kinder in der Ganztagsbetreuung ein. Dies würde die Ausgaben der Familien reduzieren und gleichzeitig für gesündere Mahlzeiten der Schüler sorgen.

Sollten diese Maßnahmen umgesetzt werden, könnten sie die Haushaltsrechnungen entlasten und den bayerischen Öko-Landbau stärken. Besonders die Mehrwertsteuerbefreiung würde die Preise für Bio-Kundschaft direkt senken. Gleichzeitig würden strengere Preiskontrollen und kostenlose Schulmahlzeiten breitere Fragen der Bezahlbarkeit und Gerechtigkeit in der Ernährungspolitik angehen.