Drei evangelische Kirchen in Grainau suchen neue Wege nach Mitgliederschwund
Drei evangelische Kirchen in Grainau suchen neue Wege nach Mitgliederschwund
Großes Interesse an drei evangelischen Kirchen
Verhandlungen über die Zukunft der evangelischen Kirchen in Grainau, Burgrain und Oberau laufen
- Dezember 2025
Stichworte: Finanzen, Wirtschaft, Immobilien
Die evangelische Kirchengemeinde Garmisch-Partenkirchen gibt drei ihrer Kirchen in Burgrain, Grainau und Oberau auf. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen und steigender Kosten. Pfarrer Martin Dubberke, der Anfang 2026 in den Ruhestand geht, hat den Prozess zur Klärung ihrer künftigen Nutzung eingeleitet.
Seit der Fusion von Garmisch und Partenkirchen im Jahr 2018 ist die Zahl der Gemeindeglieder von 5.400 auf 3.779 gesunken. Gleichzeitig strebt die Evangelische Kirche an, alle ihre Liegenschaften bis 2045 klimaneutral zu gestalten – eine zusätzliche finanzielle Belastung. Die jährlichen Betriebskosten für die denkmalgeschützte Erlöserkirche in Grainau belaufen sich allein auf bis zu 3.500 Euro, während die Sanierung der Burgrainer Kirche Investitionen im hohen sechsstelligen Bereich erfordern würde.
Die von Olaf Andreas Gulbransson entworfene Erlöserkirche soll nicht verkauft, sondern für eine gemeindenahe Nutzung weiterentwickelt werden. Ein Umwandlungsprozess ist geplant, um sie neuen Zwecken zuzuführen. Die Kirchen in Burgrain und Oberau haben unterdessen interessierte Käufer gefunden.
Nach dem Ausscheiden von Pfarrer Dubberke am 1. Februar 2026 übernimmt die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Grainau die weiteren Verhandlungen. Kirchenvorstand und örtliche Gremien werden eine zentrale Rolle bei der Entscheidung über die nächsten Schritte spielen. Ihr Ziel bleibt es, das Ensemble aller drei Kirchen möglichst zu erhalten.
Unabhängig davon schreiten die Pläne für den Bau von Wohnhäusern auf einem 980 Quadratmeter großen Grundstück neben der Christuskirche im Garmischer Stadtteil voran. Die notarielle Beurkundung für dieses Vorhaben soll bis Jahresende abgeschlossen werden.
Die Gemeinde wird die Gespräche über Lösungen für jeden Kirchenstandort fortsetzen. Während Burgrain und Oberau möglicherweise neue Eigentümer finden, steht für das denkmalgeschützte Gebäude in Grainau ein Umnutzungsprozess an. Die Entscheidungen spiegeln sowohl die finanziellen Rahmenbedingungen als auch die langfristigen Nachhaltigkeitsziele der Kirchengemeinde wider.
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