Bayerns Krankenhausreform gefährdet medizinische Versorgung auf dem Land
Bayerns Krankenhausreform gefährdet medizinische Versorgung auf dem Land
Bayerns Krankenhausreform nimmt Fahrt auf – mit weitreichenden Folgen für die Gesundheitsversorgung
Die bayerische Krankenhausreform ist nun in vollem Gange und bringt tiefgreifende Veränderungen für die medizinische Versorgung in der Region mit sich. Rund 20 Kliniken stehen vor Umstrukturierungen, einige drohen sogar zu schließen oder ihre Leistungen einzuschränken. Zwar betont die Landesregierung, die hohen Versorgungsstandards aufrechterhalten zu wollen, doch wachsen die Bendenken – insbesondere in ländlichen Gebieten – über den künftigen Zugang zu medizinischer Betreuung.
Im Mittelpunkt der Reform stehen die medizinische Spezialisierung, die Zentralisierung von Leistungen und die Durchsetzung einheitlicher Qualitätsstandards. Krankenhäuser wie das in Ebern sollen bis Dezember 2025 geschlossen werden, was für Patienten längere Anfahrtswege bedeutet. Die verbleibenden Kliniken könnten überlastet werden, während der Fachkräftemangel die Situation zusätzlich verschärft.
Der Medizinische Dienst Bayern prüft weiterhin die Leistungsgruppen, um die Qualität zu sichern – doch der Prozess sorgt für Verunsicherung. Besonders ländliche Krankenhäuser blicken einer ungewissen Zukunft entgegen: Einige könnten zu sektorenübergreifenden Einrichtungen oder Spezialkliniken umgewandelt werden, doch die Verhandlungen mit den Krankenkassen sind noch nicht abgeschlossen.
Kritik kommt vom Bayerischen Krankenhausgesellschaft, die die ersten sechs Monate der Reformbemühungen der Merz-Regierung als unzureichend bewertet. Ohne Nachbesserungen könnten bis zu 20 Standorte Schwierigkeiten haben, den 24-Stunden-Betrieb aufrechtzuerhalten.
Ziel der Reform ist es, die medizinische Versorgung durch Spezialisierung und Effizienz zu stärken. Doch die Schließungen und Umstrukturierungen werden voraussichtlich dazu führen, dass Patienten weitere Wege für ihre Behandlung in Kauf nehmen müssen. Die Verantwortlichen betonen zwar, dass das aktuelle Versorgungsniveau hoch bleibe – doch die langfristige Erreichbarkeit, vor allem in ländlichen Regionen, bleibt eine zentrale Sorge.
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