Bayern baut Kita-Betreuung massiv aus – Personal und Plätze auf Rekordniveau

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Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte von Bayern, auf der Städte, Ortschaften, Flüsse und andere geografische Merkmale eingezeichnet sind.Admin User

Studie: Personalmangel in bayerischen Kindertagesstätten bis spätestens 2029 behoben - Bayern baut Kita-Betreuung massiv aus – Personal und Plätze auf Rekordniveau

FC Bayern München verzeichnet starken Anstieg bei Kita-Plätzen und Personal

In Bayern haben sich in den vergangenen zehn Jahren sowohl die Betreuungszahlen als auch die Personalbestände in der Kinderbetreuung deutlich erhöht. 2025 besuchten mit 650.000 Kindern so viele wie nie zuvor eine Kita – ein Anstieg gegenüber etwa 520.000 im Jahr 2015. Gleichzeitig waren fast 129.400 qualifizierte und zusätzliche Fachkräfte in der Kinderbetreuung beschäftigt, mehr als doppelt so viele wie noch 2011.

Der Personalzuwachs ist das Ergebnis jahrelanger gezielter Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung. Seit 2015 stellte der Freistaat jährlich zwischen 4.000 und 5.800 neue Erzieherinnen und Erzieher ein. Bis 2025 arbeiteten in den Kitas 69.112 voll ausgebildete Fachkräfte und 60.253 unterstützende Mitarbeiter – ein Plus von 55,8 Prozent im Vergleich zu zehn Jahren zuvor.

Um den anhaltenden Fachkräftemangel zu bekämpfen, setzte Familienministerin Ulrike Scharf (CSU) nach ihrem Amtsantritt im Februar 2022 mehrere Initiativen um. Dazu gehören das Bündnis für frühkindliche Bildung, eine Ausbildungsallianz für die frühe Bildung, sowie ein Weiterbildungsportal mit Qualifizierungsangeboten. Die Landesregierung vereinfachte zudem die Ausbildung, erweiterte die Ausbildungsplätze und erhöhte finanzielle Anreize wie den "Meisterbonus" für qualifiziertes Personal. Auch die Studienplätze in relevanten Fachbereichen wurden aufgestockt. Ein weiterer zentraler Hebel war die finanzielle Förderung: 2025 stockte Bayern die Betriebskostenzuschüsse für Kitas um zusätzliche 280 Millionen Euro auf – ein Anstieg von über zehn Prozent.

Eine aktuelle Studie kommt nun zu dem Schluss, dass sich die Personalknappheit im besten Fall bereits 2027 entspannen könnte, spätestens jedoch bis 2029. Der für 2025 prognostizierte Fehlbestand von 17.770 zusätzlichen Kräften soll bis 2031 auf 14.100 sinken. Ministerin Scharf führte die Fortschritte auf die gezielte Nachwuchsförderung im Bereich der frühkindlichen Betreuung zurück. Programme, die den Berufseinstieg, Wiedereinstieg und Quereinstieg in soziale Berufe erleichtern, hätten dazu beigetragen, die Teams in den Kindergärten zu stärken.

Während die Zahl der betreuten Kinder in Bayern kontinuierlich steigt, geht mit dem Personalausbau eine deutliche Expansion einher. Mit anhaltenden Investitionen und Reformen in der Ausbildung strebt der Freistaat an, den Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung in den kommenden Jahren zu überwinden. Die aktuellen Prognosen deuten auf einen schrittweisen Rückgang des zusätzlichen Personalbedarfs bis 2031 hin.