29 March 2026, 16:17

Bayerisches Pilotprojekt testet revolutionäre Lösung gegen deutsche Netzengpässe

Luftaufnahme eines Solarparks mit Panelen, umgeben von Bäumen, Gras und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Schiene.

Bayerisches Pilotprojekt testet revolutionäre Lösung gegen deutsche Netzengpässe

Pilotprojekt in Bayern testet Lösung für Netzengpässe in Deutschland

Ein neues Pilotprojekt in Bayern erprobt einen innovativen Ansatz, um die knappen Netzkapazitäten in Deutschland zu entlasten. Die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) hat sich mit Green Flexibility zusammengeschlossen, um ein großes Batteriespeichersystem auf Basis eines sogenannten "Einspeisestecker"-Konzepts* zu errichten. Das Vorhaben soll erneuerbaren Energien den schnelleren Netzanschluss ermöglichen – trotz begrenzter Kapazitäten.

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Netzengpässe bereiten derzeit vielen Planern von Solar- und Speicherprojekten Kopfzerbrechen. Die meisten Netzbetreiber kommen mit der hohen Nachfrage nach neuen Anschlüssen kaum nach, was bundesweit zu Verzögerungen bei der Umsetzung erneuerbarer Energien führt.

Um diesem Problem zu begegnen, testet LVN in Balzhausen (Landkreise Dingolfing-Landau und Landshut) das "Einspeisestecker"-Modell*. Dabei wird die bestehende Netzkapazität von 80 Megawatt durch die Kombination verschiedener Energiequellen um bis zu 60 Prozent überschritten. Im Rahmen des Pilotprojekts hat LVN bereits Anschlüsse für drei Speichersysteme, drei Solaranlagen und einen Windpark genehmigt – zusammen mit einer Leistung von 126 Megawatt.

Eines dieser Speichersysteme wird von Green Flexibility gebaut: eine 40-Megawatt-Anlage mit einer Kapazität von 80 Megawattstunden. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2026 geplant; das Projektvolumen beträgt rund 40 Millionen Euro. Der Speicher soll netzneutral arbeiten und es LVN ermöglichen, die Einspeiseleistung bei Spitzenlast temporär zu drosseln.

Christoph Lienert, Geschäftsführer von Green Flexibility, sieht in dem Vorhaben ein "Modell für den Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland". Das Projekt könnte zeigen, wie flexibles Netzmanagement den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen kann.

Das Pilotprojekt in Balzhausen ist ein konkreter Schritt zur Lösung der Netzengpässe. Bei Erfolg könnte das "Einspeisestecker"-Modellbundesweit übernommen werden – und so mehr Erneuerbaren-Projekten den Anschluss ermöglichen, ohne teure Netzausbau-Maßnahmen. Der erste Speicher im Rahmen dieses Konzepts sollAnfang 2026* in Betrieb gehen.

Quelle