Bayerischer Einzelhandel kämpft 2024 mit Jobverlusten und schwacher Nachfrage
Entlassungen im Einzelhandel - "Es war kein gutes Jahr" - Bayerischer Einzelhandel kämpft 2024 mit Jobverlusten und schwacher Nachfrage
Einzelhandel in Bayern durchlebt 2024 ein schwieriges Jahr
Der Einzelhandel in Bayern stand 2024 vor großen Herausforderungen: Die Beschäftigtenzahlen sanken, und die Verbraucherstimmung blieb schwach. Zwar verzeichneten einige Bereiche wie der Lebensmitteleinzelhandel ein leichtes Wachstum, doch viele kleine Betriebe kämpften ums Überleben. Branchenvertreter kritisieren die mangelnde Unterstützung der Bundesregierung in dieser schwierigen Phase.
Bundesweit stiegen die inflationsbereinigten Einzelhandelsumsätze 2024 nur um magere 0,8 Prozent, während die Beschäftigung im Sektor um 0,4 Prozent zurückging. In Bayern fiel der Rückgang noch deutlicher aus: Im Dezember lag die Zahl der Arbeitsplätze im Einzelhandel ein volles Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert.
Besonders hart traf es die Bekleidungsbranche, wo zahlreiche Geschäfte schließen mussten. Kleine Unternehmen in der Region litten überproportional unter der Krise und sahen sich gezwungen, ihre Türen für immer zu schließen. Selbst der Lebensmittelhandel, der leichte Zuwächse bei Umsätzen und Personal verzeichnete, konnte den allgemeinen Abwärtstrend nicht ausgleichen.
Fachleute warnen, dass die Zahlen für 2024 durch einen einmaligen Effekt verzerrt seien und Vergleiche erst ab 2026 wieder aussagekräftig würden. Angesichts der gedrückten Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen ist nicht damit zu rechnen, dass bayerische Händler in naher Zukunft neues Personal einstellen werden. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat 2024 bereits als "verlorenes Jahr" für die Branche bezeichnet.
Der Bayerische Einzelhandelsverband übt offene Kritik an der Bundesregierung, die den Sektor nicht ausreichend unterstütze. Unter Bundeskanzler Friedrich Merz, der im Mai 2025 sein Amt antrat, bleibt die Lage für den Einzelhandel weiter ungewiss. Solange sich die Verbraucherstimmung nicht erholt, bleiben die Aussichten für Beschäftigung und Wachstum im Handel düster.
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