Bad Kissingen setzt auf Rentner: Wie Senioren den Fachkräftemangel lindern
Bad Kissingen setzt auf Rentner: Wie Senioren den Fachkräftemangel lindern
Neue Initiative in Bad Kissingen: Rentner bleiben im Berufsleben – und helfen gegen Fachkräftemangel
In Bad Kissingen unterstützt eine neue Initiative Senioren dabei, auch nach der Rente weiter berufstätig zu bleiben – und leistet gleichzeitig einen Beitrag gegen den lokalen Arbeitskräftemangel. Die Plattform „Talente im Ruhestand“ bringt erfahrene Fachkräfte mit Unternehmen zusammen, die dringend ihr Know-how benötigen. Gleichzeitig erleichtert eine aktuelle Steuerreform es Rentnern, ohne Abzüge hinzuverdienen.
Seit dem 1. Januar dürfen Rentner in Deutschland im Rahmen der neuen „Aktivrente“ bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen. Diese Regelung ermöglicht einen flexibleren Übergang in den Ruhestand – etwa durch Teilzeitjobs oder projektbezogene Tätigkeiten. Besonders in Bad Kissingen, wo Handwerk, Gesundheitswesen und Industrie stark vertreten sind, wird dies als Chance gesehen, wertvolles Fachwissen in der regionalen Wirtschaft zu halten.
Die Plattform „Talente im Ruhestand“ nutzt diese Möglichkeit gezielt. Unternehmen, die unter Personalmangel leiden, können nun auf einen Pool erfahrener Rentner zugreifen, die ihr Wissen einbringen möchten. Die Senioren wiederum profitieren davon, aktiv zu bleiben und ihr Einkommen aufzubessern. Je mehr Nutzer sich registrieren, desto größer wird das Angebot an Stellen und qualifizierten Bewerbern. Betriebe in der Region erhalten Zugang zu jahrzehntelanger Branchenerfahrung – oft zu flexiblen Konditionen. Rentner können Aufträge wählen, die zu ihren Fähigkeiten und ihrer Verfügbarkeit passen, und so den Übergang vom Vollzeitjob in den Ruhestand schrittweise gestalten. Über die Website der Plattform können sowohl Arbeitgeber als auch Rentner sich anmelden und passende Vermittlungen finden.
Die Kombination aus Aktivrente und der Initiative „Talente im Ruhestand“ stärkt nachhaltig den Arbeitsmarkt in Bad Kissingen. Rentner können ohne steuerliche Nachteile wirtschaftlich aktiv bleiben, während lokale Unternehmen dringend benötigte Lücken schließen. Das Modell fördert langfristig den Erhalt von Fachkräften in der Region.
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