„Apotheken Umschau“ verlässt Facebook – und setzt auf Instagram als neue Heimat

Admin User
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Ein altes deutsches Magazin namens 'Frauenwarte' mit einem Coverfoto eines lachenden Mannes und zweier Frauen und einem Text, der 'Deutscher Weltkrieg' lautet.Admin User

„Apotheken Umschau“ verlässt Facebook – und setzt auf Instagram als neue Heimat

"Apotheken Umschau", eines der bekanntesten Gesundheitsmagazine Deutschlands, hat nach 70 Jahren Printgeschichte seine Facebook-Präsenz eingestellt. Der Schritt folgt einem kontinuierlichen Rückgang der Reichweite auf der Plattform und veranlasste den Verlag, seine Aktivitäten anderswo zu bündeln. Viele der 183.000 Follower zeigten sich über die Entscheidung überrascht und enttäuscht.

Der Verlag Wort & Bild kündigte die Veränderung zu Jahresbeginn an. Statt auf Facebook setzt das Team künftig auf Instagram, wo die Interaktionen organisch gewachsen sind. Mit rund 93.300 Followern bietet die Plattform eine aktivere und gesundheitsbewusste Zielgruppe.

Die Diskussionen auf Instagram seien sachlicher und themenbezogener, so der Verlag. Auf Facebook hätten sich Debatten dagegen oft polarisiert und sich von der eigentlichen Mission des Magazins – der Vermittlung von Gesundheitswissen – entfernt. Der letzte Facebook-Beitrag, in dem sich das Team für die Unterstützung bedankte, erhielt über 110 Kommentare, viele davon mit Verwunderung über den plötzlichen Abschied.

Die "Apotheken Umschau" bleibt dennoch eine der auflagenstärksten Publikationen Deutschlands mit rund 5,08 Millionen verkauften Exemplaren pro Monat. Zum Portfolio des Verlags gehören zudem Titel wie "Diabetes Ratgeber", "Senioren Ratgeber", "Medizini" und "Eltern". Trotz des Facebook-Rückzugs bleibt die Marke in der Printwelt stark präsent und baut ihre digitale Reichweite nun gezielt auf Instagram aus.

Der Wechsel zu Instagram markiert einen strategischen Kurswechsel für das traditionsreiche Magazin. Wort & Bild wird künftig keine Inhalte mehr auf Facebook veröffentlichen, stattdessen die wachsende Community auf Instagram weiter ausbauen. Die Entscheidung spiegelt einen branchenweiten Trend wider: Verlage setzen zunehmend auf Plattformen mit höherer Interaktion und größerer Zielgruppenrelevanz.