28 March 2026, 20:17

Verkehrsgerichts-Tag in Goslar: 1.800 Experten diskutieren mit Jugendlichen über Sicherheit und Führerscheinregeln

Ein Verkehrszeichen mit der Aufschrift "Geschwindigkeitsreduzierung Gefahrenzone Schulbereich Vor" neben einer Person, mit Bäumen, Strommasten, einem Haus und Himmel im Hintergrund.

Verkehrsgerichts-Tag in Goslar: 1.800 Experten diskutieren mit Jugendlichen über Sicherheit und Führerscheinregeln

Über 1.800 Verkehrsrechtsexperten beim Verkehrsgerichts-Tag in Goslar

In diesem Jahr haben sich mehr als 1.800 Fachleute für Verkehrsrecht in Goslar zum Verkehrsgerichts-Tag versammelt. Den Auftakt bildete eine Sonderveranstaltung für Jugendliche, bei der sie mit zentralen Themen der Verkehrssicherheit und der rechtlichen Praxis vertraut gemacht wurden. Schülerinnen und Schüler aus ortsansässigen Schulen diskutierten dabei gemeinsam mit erfahrenen Profis.

Die Konferenz wurde im Audimax des Goslarer Ratsgymnasiums eröffnet, wo Oberstufler der 12. und 13. Klassen teilnahmen. Helmut Trentmann, ehemaliger Leitender Oberstaatsanwalt und heutiger Präsident des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr), warnte vor den Gefahren des Alkohols am Steuer. Den Jugendlichen gab er einen einfachen, aber wichtigen Rat mit auf den Weg: Legt vor dem Ausgehen immer einen Fahrerin oder Fahrer fest, die oder der nüchtern bleibt.*

Besonders großes Interesse zeigten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Führerscheinprüfungen. Ihre Fragen drehten sich um Kosten, Bestehensquoten und wie Deutschland im europäischen Vergleich abschneidet. Konkrete Empfehlungen zur Senkung der Prüfungsgebühren sind aus früheren Arbeitsgruppen jedoch bisher nicht hervorgegangen. Zwar hat das Bundesverkehrsministerium bereits Vorschläge unterbreitet – etwa weniger Pflicht-Sonderfahrten oder digitale Theorieprüfungen –, doch keine davon sind bisher Gesetz geworden.

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Die Konferenz selbst ist in acht Fachforen unterteilt, die jeweils Empfehlungen für die Politik in Berlin ausarbeiten. Solche Vorschläge haben in der Vergangenheit bereits Gesetzgebungsdebatten geprägt, wobei ihre Umsetzung stark von der politischen Nachbereitung abhängt.

Die Veranstaltung bleibt eine wichtige Brücke zwischen Juristen und der jüngeren Generation. Die Diskussionen in Goslar könnten künftige Verkehrsregeln beeinflussen – doch ob und wann Reformen kommen, liegt letztlich in der Hand der Politik. Für die Schülerinnen und Schüler blieb am Ende vor allem eines: praktische Einblicke in Verkehrssicherheit und die Komplexität der Führerscheinbestimmungen.

Quelle