24 June 2026, 22:09

Städte lehnen BMW- und Audi-Nachrüstpläne für Diesel-Fahrzeuge ab

Städte bei Diesel-Umrüstung: Ankündigung reicht nicht

Städte lehnen BMW- und Audi-Nachrüstpläne für Diesel-Fahrzeuge ab

Die Automobilhersteller BMW und Audi haben Pläne vorgelegt, die Hälfte ihrer Diesel-Fahrzeuge mit Euro-5-Norm in Deutschland nachzurüsten, um die Emissionen zu senken. Doch die Verantwortlichen in bayerischen Großstädten lehnen diese Vorschläge als unzureichend ab. Im Mittelpunkt der Debatte stehen die Einhaltung gesetzlicher Luftqualitätsstandards und die Vermeidung möglicher Fahrverbote.

Ulrich Maly, Präsident des Bayerischen Städtetags, erkannte zwar das Engagement der Hersteller an, übt aber Kritik an der Branche. Er wies darauf hin, dass viele der beworbenen Emissionswerte in der Praxis nicht erreicht worden seien. Laut Maly könnten die aktuellen Nachrüstpläne die Luftqualität nicht schnell genug auf den gesetzlich vorgeschriebenen Stand bringen.

Wichtige Details zur Umsetzung der Aufrüstungen bleiben jedoch unklar. Maly forderte die Regierung zudem auf, mehr Mittel bereitzustellen. Das Geld soll in die Modernisierung städtischer Busflotten mit saubereren Antriebssystemen fließen.

Sollte sich die Luftqualität nicht verbessern, könnten Gerichte dennoch Fahrverbote verhängen. Die Vorschläge der Automobilhersteller stoßen bei kommunalen Vertretern auf Skepsis. Zusätzliche Finanzmittel und präzisere Pläne könnten nötig sein, um die Probleme zu lösen.

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