30 June 2026, 22:13

Deutsche lehnen höhere Rente mit 67,5 Jahren deutlich ab – Umfrage zeigt tiefe Gräben

Umfrage: Mehrheit lehnt späteren Renteneintritt ab

Deutsche lehnen höhere Rente mit 67,5 Jahren deutlich ab – Umfrage zeigt tiefe Gräben

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass in Deutschland eine deutliche Ablehnung gegenüber einer Anhebung des Renteneintrittsalters herrscht. Die Mehrheit der Befragten lehnt jede Erhöhung ab, während nur eine kleine Gruppe eine Anpassung auf 67,5 Jahre befürwortet. Die Ergebnisse verdeutlichen tiefe Gräben entlang politischer und regionaler Linien.

Insgesamt lehnen 62 Prozent der Deutschen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters ab. Lediglich 29 Prozent halten eine schrittweise Anhebung um sechs Monate für vertretbar. Die Unterstützung für die Beibehaltung des aktuellen Alters ist in verschiedenen Bevölkerungsgruppen weit verbreitet.

Die politische Zugehörigkeit spielt in der Debatte eine zentrale Rolle. Unter den Anhängern der Linken lehnen 77 Prozent die geplante Änderung ab, während 84 Prozent der AfD-Sympathisanten ebenfalls dagegen sind. Demgegenüber befürworten 55 Prozent der Wähler der Grünen und 58 Prozent der Union-Wähler eine Anhebung.

Auch regionale Unterschiede sind erkennbar. In Ostdeutschland sprechen sich 73 Prozent gegen ein höheres Renteneintrittsalter aus. Bei den Erwerbstätigen liegt die Ablehnung bei 68 Prozent. Nur eine Minderheit in allen Gruppen unterstützt den Vorschlag, das Renteneintrittsalter auf 67,5 Jahre festzusetzen.

Die Umfrage belegt einen klaren Widerstand gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters bei der Mehrheit der Deutschen. Politische und regionale Spaltungen prägen die Diskussion. Jede politische Reform in dieser Richtung würde auf erhebliche öffentliche und politische Widerstände stoßen.

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