Quantencomputing revolutioniert Industrie-Design: Das Projekt Q-GeneSys startet durch

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Ein 3D-Modell einer Kohlenstoffnanoröhre, das eine gitterartige Struktur aus hexagonalen Zellen zeigt, die symmetrisch angeordnet sind, wobei Kohlenstoffatome durch das Gitter sichtbar sind.Admin User

Quantencomputing revolutioniert Industrie-Design: Das Projekt Q-GeneSys startet durch

Neues Forschungsprojekt Q-GeneSys: Quantencomputing für Industrie-Design und Automatisierung

Ein neues Forschungsvorhaben mit dem Namen Q-GeneSys soll Quantencomputing in die industrielle Gestaltung und Automatisierung bringen. Die Initiative verbindet Quanten-Technologie mit generativem Lernen, um komplexe Optimierungs- und Simulationsherausforderungen zu lösen. Gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), zielt das Projekt darauf ab, Quantencomputing für praktische Anwendungen in der realen Welt nutzbar zu machen.

Zum Q-GeneSys-Konsortium gehören Siemens AG, das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS), IQM Germany GmbH sowie die OTH Regensburg – Ostbayerische Technische Hochschule. Gemeinsam entwickeln sie quantenbasierte generative Modelle, die zunächst klassisch trainiert werden, bevor sie Stichprobendaten für industrielle Anwendungen erzeugen.

Quantenysteme bieten einzigartige Vorteile, etwa durch Parallelverarbeitung mittels Überlagerung (Superposition) und Verschränkung (Entanglement). Diese Eigenschaften werden das generative Lernen verbessern und es Branchen ermöglichen, Designs zu optimieren, Materialverschwendung zu reduzieren und Kosten zu senken. Das Team hat bereits relevante Industriedatensätze gesammelt, um seinen Ansatz zu testen und zu verfeinern.

Zu den Zielen des Projekts gehört die Beschleunigung von Quantensimulationen, um Designprozesse effizienter zu gestalten. Mögliche Anwendungen reichen von der Erstellung komplexer 3D-Strukturen bis hin zur Entwicklung neuartiger Moleküle und chemischer Produkte. Durch die Nutzung des Quantenüberlegenheitseffekts hofft das Team, neue Effizienzpotenziale in Automatisierung und Leistung zu erschließen.

IQM Germany GmbH konzentriert sich auf Modelle, die klassisches und Quantencomputing verbinden. Siemens AG hingegen treibt die Integration dieser Fortschritte in praktische industrielle Arbeitsabläufe voran.

Q-GeneSys markiert einen wichtigen Schritt hin zur Anwendung von Quantencomputing in Bereichen wie Fertigung, Chemie und Ingenieurwesen. Bei Erfolg könnte das Projekt zu schnelleren, ressourcenschonenderen Designprozessen führen. Die Förderung durch das BMFTR unterstreicht das Potenzial der Initiative für die industrielle Zukunft Deutschlands.