15 May 2026, 20:15

Klöckner fordert Kirche auf: Mehr Spiritualität, weniger Alltagsdebatten

Schwarzes und weißes Foto einer Kirche mit einem Kirchturm, umgeben von Bäumen und Pflanzen, unter einem bewölkten Himmel, beschriftet mit "Kirche des Heiligen Grabes" unten.

Klöckner fordert Kirche auf: Mehr Spiritualität, weniger Alltagsdebatten

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat die katholische Kirche aufgefordert, sich wieder stärker auf ihre geistliche Sendung zu besinnen. Im Vorfeld des Katholikentags warnte sie davor, die Rolle der Kirche auf alltagsnahe Themen zu reduzieren. Stattdessen plädierte sie für eine intensivere Auseinandersetzung mit den grundlegenden Fragen des Lebens.

Klöckner betonte, die Kirche müsse mehr bieten als nur praktische Orientierungshilfen – etwa wie Verkehrsregeln oder politische Debatten. Ihre eigentliche Stärke liege darin, Sinn und Trost zu vermitteln, besonders für jüngere Generationen, die in Krisenzeiten nach Halt suchen.

Die CDU-Politikerin verwies darauf, dass Kirchen in Ländern wie England und Frankreich durch die Konzentration auf spirituelle Belange wieder mehr Zustimmung erfahren. Sie warnte, dass die Kirche an Relevanz verliere, wenn sie sich wie eine politische Versammlung gebärde.

Zwar sprach sich Klöckner für einen offenen Dialog innerhalb der Glaubensgemeinschaft aus, lehnt aber die Ausgrenzung von AfD-Politikern vom Katholikentag nicht grundsätzlich ab. Gleichzeitig stellte sie klar, dass sie selbst keine offizielle Funktion in der Organisation der Veranstaltung innehat und auch nicht dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken angehört.

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Ihre Äußerungen unterstreichen den Appell, die Kirche solle ihre geistliche Führungsrolle zurückgewinnen. Klöckners Worte deuten darauf hin, dass die Institution durch die Beschäftigung mit tiefergehenden Fragen den Bedürfnissen der Gläubigen besser gerecht werden könne. Die Debatte darüber flammt auf, während der Katholikentag bevorsteht und die Diskussionen über seine Ausrichtung noch andauern.

Quelle