it-sa 2025 zeigt Europas Cybersicherheit zwischen Anspruch und Wirklichkeit

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Ein Konferenzsaal mit Menschen an Tischen mit Laptops und Gläsern Wasser, ein Projektionsschirm mit Inhalt und eine blaue Tafel mit Text auf der rechten Seite.Admin User

it-sa 2025 zeigt Europas Cybersicherheit zwischen Anspruch und Wirklichkeit

it-sa 2025: 990 Aussteller und 28.267 Fachbesucher aus 64 Ländern diskutieren die Zukunft der Cybersicherheit

Die diesjährige it-sa 2025 vereinte in fünf Messehallen 990 Aussteller und 28.267 Fachbesucher aus 64 Ländern. Die Veranstaltung unterstrich die wachsende Bedeutung der Cybersicherheit in der heutigen digitalen Welt. Die Debatten reichten von künstlicher Intelligenz bis zur wirtschaftlichen Infrastruktur Europas und spiegelten sowohl Chancen als auch Herausforderungen wider.

Eröffnet wurde die Konferenz mit einem globalen Fokus: Der Schweizer Experte Dr. Jean-Marc Rickli hielt einen Hauptvortrag zum Thema „Technologie als geopolitische Waffe“. Seine Ausführungen prägten die anschließenden Diskussionen über digitale Souveränität und die strategische Rolle der IT-Sicherheit für die Zukunft Europas.

Im Mittelpunkt standen Investitionen, Vertrauen und regulatorische Rahmenbedingungen. Zwar gilt Cybersicherheit mittlerweile als entscheidend für Europas wirtschaftliche Infrastruktur, doch äußerten Aussteller Skepsis gegenüber der NIS2-Richtlinie, dem aktualisierten EU-Cybersicherheitsgesetz. Viele kritisierten, dass die Richtlinie trotz großer Ankündigungen zu wenig konkrete Ergebnisse gebracht habe. Als zentrale Prioritäten kristallisierten sich Schulungen und Sensibilisierung der Mitarbeiter heraus. Fachleute betonten, dass menschliches Versagen nach wie vor eine Schwachstelle in der Cyberabwehr darstelle – hier seien bessere Aufklärung und präventive Maßnahmen gefragt. Gleichzeitig geriet die Automobilindustrie wegen ihrer Rückständigkeit in Sachen Cybersicherheit in die Kritik und erhöhte so den Druck auf europäische Regulierer und Hersteller. Die deutsche IT-Sicherheitsbranche präsentierte ihre neuesten Entwicklungen, darunter Lösungen zur Einhaltung von NIS2 und dem Digital Operational Resilience Act (DORA). Doch das Vertrauen in politische Lösungen blieb brüchig – gefordert wurden klarere und wirksamere Strategien.

Die it-sa 2025 bestätigte die zentrale Rolle der Cybersicherheit für das politische und wirtschaftliche Gefüge Europas. Angesichts des Wandels durch KI und geopolitische Spannungen stehen Unternehmen und Politiker nun vor der Aufgabe, die Debatten in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Die Kluft zwischen Anspruch und Umsetzung bleibt jedoch eine drängende Herausforderung.