Gil Ofarim bricht sein Schweigen – doch der Davidstern-Skandal bleibt rätselhaft

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Ein Blatt Papier mit der Aufschrift "John Hilton, No. 67, West Smithfield, London"Admin User

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim bricht sein Schweigen – doch der Davidstern-Skandal bleibt rätselhaft

Gil Ofarim hat sich in einem aktuellen TV-Auftritt erneut zum Davidstern-Skandal von 2021 geäußert. Der Sänger hatte zuvor einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels des Antisemitismus bezichtigt, musste später jedoch vor Gericht einräumen, dass seine Vorwürfe falsch waren. Seine jüngsten Äußerungen fielen kurz vor dem Finale von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! – doch rechtliche Auflagen schränken weiterhin ein, was er dazu sagen darf.

Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim öffentlich behauptete, ein Hotelangestellter habe ihn aufgefordert, seine Davidstern-Kette zu verstecken. Die Geschichte verbreitete er in den sozialen Medien und löste damit Empörung aus. Überwachungsaufnahmen des Hotels zeigten jedoch, dass er die Kette zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht trug.

Während seines Aufenthalts im Dschungelcamp brach Ofarim sein Schweigen und beharrte darauf, das Video sei manipuliert worden. Er behauptete, entscheidende Sekunden fehlten, und ein Zeuge habe ihn mit der Kette gesehen. Zudem argumentierte er, die verbreitete Aufnahme sei nicht das Originalmaterial.

Im November 2023 gestand Ofarim vor Gericht, dass seine Anschuldigungen unwahr waren. Das Verfahren wurde eingestellt, nachdem er 10.000 Euro Schadensersatz gezahlt und eine Unterlassungserklärung unterzeichnet hatte. Sein Rechtsanwalt, Dr. Alexander Stevens, nannte die Situation später "kaum zu überbietend in ihrer Heuchelei" und verwies darauf, dass beide Seiten rechtlich zum Schweigen verpflichtet seien.

Kürzlich berief sich Ofarim auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung, die ihn daran hindere, den Fall weiter zu erörtern. Der Anwalt des Hotelmitarbeiters stellte jedoch klar, dass es eine solche Vereinbarung nie gegeben habe – lediglich die Unterlassungserklärung, die Ofarim verbietet, seine Vorwürfe zu wiederholen.

Der Skandal endete mit Ofarims Geständnis und einer finanziellen Einigung, doch Fragen zu den Videoaufnahmen bleiben offen. Seine jüngsten Aussagen deuten darauf hin, dass er Teile der offiziellen Darstellung weiterhin anzweifelt. Die rechtlichen Beschränkungen verhindern jedoch, dass er die Vorwürfe umfassend erneut aufrollt.