Energiekrise in München: Immer mehr Mieter droht die Kündigung wegen Nebenkostenschulden

Admin User
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Ein altes Stadtplan von München, Deutschland, auf einem schwarzen Hintergrund, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit beschrifteten Text zeigt.Admin User

Energiekrise in München: Immer mehr Mieter droht die Kündigung wegen Nebenkostenschulden

Mieter in Münchens Altbauwohnungen sehen sich einem wachsenden Risiko von Kündigungen und Räumungsklagen ausgesetzt – ausgelöst durch die explodierenden Energiekosten. Unbezahlte Nebenkostenabrechnungen entwickeln sich zunehmend zum Problem, da Vermieter vermehrt rechtliche Schritte einleiten. Selbst kleine, aber hartnäckige Schulden können mittlerweile zu Kündigungen des Mietverhältnisses und im schlimmsten Fall zur Obdachlosigkeit führen.

Die Energiekrise in der Stadt hat die Heiz- und Stromkosten in die Höhe getrieben und viele Mieter an den Rand ihrer finanziellen Möglichkeiten gebracht. Nach deutschem Recht dürfen Vermieter den Mietvertrag kündigen, wenn ein Mieter über einen längeren Zeitraum mehr als eine Monatsrate an Nebenkosten schuldet. Bereits ein einziger Rückstand – selbst wenn es nur um einen Cent geht – kann ausreichen, um bei anhaltender Nichtzahlung ein Räumungsverfahren in Gang zu setzen.

Münchner Rechtsexperten bestätigen, dass die Gerichte diese Regelungen derzeit konsequent anwenden. Zwar wurde kein konkreter Anwalt der Kanzlei Klimesch und Kollegen öffentlich mit diesen Fällen in Verbindung gebracht, doch ist die Sozietät für ihre Tätigkeit in Mietrechtsstreitigkeiten bekannt. Besonders betroffen sind Mieter in Vorkriegsgebäuden, wo die energetische Sanierung oft zu wünschen übrig lässt und die Bewohner daher schneller in Zahlungsrückstand geraten.

Die Situation zeigt die zunehmende finanzielle Belastung von Mietern angesichts steigender Lebenshaltungskosten. Wer seine Nebenkostenschulden nicht begleichen kann, riskiert den Verlust der Wohnung – rechtlich haben Vermieter hier freie Hand. Wohnungsmarktaktivisten warnen, dass ohne Gegenmaßnahmen in den kommenden Monaten noch mehr Haushalte von Kündigungen betroffen sein könnten.