Deutschland im KI-Rennen: Warum Bürokratie und hohe Kosten das Land bremsen

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Ein Diagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.Admin User

Deutschland im KI-Rennen: Warum Bürokratie und hohe Kosten das Land bremsen

Deutschland drängt darauf, im globalen Wettlauf um KI und den Ausbau von Rechenzentren aufzuholen. Bei einem kürzlichen Spitzentreffen warnten Führungskräfte, dass bürokratische Verzögerungen und hohe Kosten das Land zurückhalten. Vizekanzler Lars Klingbeil räumte ein, Deutschland habe in zentralen Bereichen – darunter die Hardware-Produktion – den Anschluss verloren.

Die Gespräche machten den dringenden Bedarf an schnelleren Genehmigungsverfahren, besserer Finanzierung und einer klaren nationalen Strategie deutlich, um mit den USA und China mithalten zu können.

Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Telekom, stellte vier Forderungen auf, um Deutschlands KI- und Rechenzentrumssektor zu stärken. Er forderte die Regierung auf, als Ankerkunde aufzutreten, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, die EU-Förderregeln zu präzisieren und die Energiepreise zu senken. Ohne diese Änderungen, warnte er, werde Deutschland Mühe haben, mit der globalen Konkurrenz Schritt zu halten.

Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident, schlug einen neuen "Industrie-Stromtarif" vor, um die Kosten für KI-Fabriken und Rechenzentren zu drücken. Zudem kündigte er an, wissenschaftliche Daten für das KI-Training freizugeben und sich für Reformen der EU-Regulierung einzusetzen. Bayern, so Söder, könnte Standort einer zukünftigen Gigafactory werden – als möglicher Standort wurde das ehemalige Kernkraftwerk Schweinfurt genannt.

Klingbeil skizzierte drei Prioritäten für Deutschlands Aufholprozess: Deregulierung, höhere Investitionen und eine nationale Rechenzentrumsstrategie. Ein Schwerpunkt, so bestätigte er, liege auf den Energiekosten. Die Bundesregierung strebt an, mindestens eine der fünf geplanten europäischen Gigafactories ansiedeln zu können, konkrete Pläne für unterirdische Rechenzentren wurden jedoch noch nicht vorgestellt.

Kritiker wiesen darauf hin, dass andere Länder bereits handeln, während Deutschland noch über Reformen diskutiert. Dokumentierte Schritte zur Beschleunigung unterirdischer Rechenzentrumsprojekte fehlen – eine Lücke in den Plänen für die digitale Infrastruktur.

Die Veranstaltung endete mit einer klaren Botschaft: Deutschland muss schnell handeln, um Vorschriften zu vereinfachen, Kosten zu senken und Investitionen anzuziehen. Ohne zügige Fortschritte, so die Warnung der Verantwortlichen, droht das Land im Wettbewerb um KI und Rechenzentren weiter zurückzufallen.

Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob es der Regierung gelingt, die Vorschläge zügig in die Tat umzusetzen – bevor die Konkurrenz noch weiter davonzieht.

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