Bayerns Kampf um die letzten Moore: Renaturierung gegen die Zeit
Experte: Landwirtschaft auf Mooren hat Grenzen - Bayerns Kampf um die letzten Moore: Renaturierung gegen die Zeit
Bayern unternimmt Schritte zur Rettung seiner verschwundenen Moore. Nach Jahrzehnten der Trockenlegung für die Landwirtschaft und den Torfabbau setzt Bayern nun Maßnahmen um, um seine Moorflächen wiederherzustellen. Nur noch zehn Prozent der ursprünglichen Feuchtgebiete des Freistaats sind intakt – der Rest wurde durch menschliche Aktivitäten zerstört. Mit neuen Anreizen und Wiedervernässungsprojekten soll der Schaden rückgängig gemacht werden, bevor noch mehr Land durch Absackungen verloren geht.
Jahrzehntelang wurden die Moore in Bayern trockengelegt, um Platz für Ackerbau und Torfgewinnung zu schaffen. Doch diese Praxis hat ihren Preis: 90 Prozent der bayerischen Moorflächen sind heute geschädigt, und bis zu 40 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Moorflächen könnten in den nächsten 30 Jahren unbrauchbar werden. Der absinkende Boden, verursacht durch Austrocknung und Zersetzung, bedroht sowohl Agrarflächen als auch Ökosysteme.
Die Wiedervernässung dieser Gebiete findet zunehmend Unterstützung bei Wissenschaftlern und Umweltschutzorganisationen. Professor Matthias Drösler und Klimaschützer betonen, wie gesunde Moorflächen Kohlenstoff speichern und die Artenvielfalt schützen. Die bayerische Staatsregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 ein Viertel der Moorflächen zu renaturieren. Seit 2020 wurden bereits rund 1.500 Hektar in Schutzgebieten wie dem Chiemsee-Moornaturpark und dem Donaumoos revitalisiert.
Landwirte stehen nun vor einer Entscheidung: Sie können auf trockenfallenden Böden weiterwirtschaften oder auf Paludikultur umsteigen. Bei dieser Methode werden Feuchtgebietspflanzen wie Schilf oder Rohrkolben angebaut, die für die Papier-, Bau- und andere Industrien genutzt werden können. Mit wirtschaftlichen Anreizen könnte dieser Wandel eine nachhaltige – und lukrative – Alternative zur herkömmlichen Landwirtschaft bieten.
Der Druck zur Wiedervernässung wächst, da die Absackungen des Bodens beschleunigt voranschreiten und innerhalb von 15 Jahren ein Viertel der genutzten Moorflächen gefährden. Renaturierte Feuchtgebiete könnten nicht nur die Einkommen der Landwirte sichern, sondern auch die CO₂-Emissionen reduzieren. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob Bayern sein Renaturierungsziel für 2040 erreichen kann.
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