11 May 2026, 02:16

Bayern vereinfacht Bau von Freiflächen-Solaranlagen radikal – was sich jetzt ändert

Luftaufnahme eines großen Gebäudes mit Solarmodulen auf dem Dach, umgeben von Fahrzeugen, Bäumen, Gras und einem klaren blauen Himmel in der Ferne.

Bayern vereinfacht Bau von Freiflächen-Solaranlagen radikal – was sich jetzt ändert

Die bayerische Staatsregierung hat die Vorschriften für Freiflächen-Solaranlagen vereinfacht. Die neuen Regelungen reduzieren in vielen Fällen den Bedarf an ökologischem Ausgleich. Mit den Änderungen soll der Ausbau von Solarenergieprojekten im gesamten Bundesland beschleunigt werden.

Die Diskussionen über eine Aktualisierung der Bestimmungen begannen im Sommer 2020. Damals brachten die regierenden CSU- und Freie Wähler-Fraktionen einen Antrag ein, um das Verfahren zu reformieren. Nun hat das bayerische Kabinett die überarbeiteten städtebaulichen Vorschriften verabschiedet und veröffentlicht.

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Das neue System unterscheidet zwei Arten von Freiflächen-Solaranlagen. Für die erste Kategorie entfällt der Ausgleich vollständig. Bei der zweiten sind nur noch 10 Prozent Ausgleichsmaßnahmen erforderlich – eine deutliche Verringerung im Vergleich zu den bisherigen Anforderungen. Bisher mussten Entwickler außerhalb der Solarparks ökologische Ausgleichsflächen schaffen, was die Projekte verzögerte und verteuerte.

Das vereinfachte Verfahren gilt unter bestimmten Voraussetzungen. Die Flächen müssen bestimmte Kriterien erfüllen und eine geringe ökologische Bedeutung aufweisen. Auf einen Ausgleich kann verzichtet werden, wenn die Anlage nicht mehr als 25 Hektar umfasst und weniger als 2,5 Prozent versiegelte Fläche aufweist.

Bauminister Christian Bernreiter erklärte, die Änderungen sollten das Genehmigungsverfahren beschleunigen und erleichtern. Bayern verzeichnet derzeit den größten Zubau an Photovoltaikanlagen in Deutschland, was die Reformen besonders aktuell macht.

Die aktualisierten Regelungen beseitigen viele Hürden für Solaranlagenbetreiber in Bayern. Freiflächenanlagen werden künftig mit geringeren Ausgleichsanforderungen konfrontiert, was sowohl die Kosten als auch Verzögerungen verringert. Die Staatsregierung erwartet, dass dies den ohnehin wachsenden Solarsektor im Land weiter stärken wird.

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