Warnstreik im Handel: Gewerkschaften fordern 250 Euro mehr Lohn nach gescheiterten Verhandlungen
Anna KrauseWarnstreik im Handel: Gewerkschaften fordern 250 Euro mehr Lohn nach gescheiterten Verhandlungen
Warnstreik im Einzel- und Großhandel nach gescheiterten Tarifverhandlungen
Nach dem Scheitern der Lohnverhandlungen haben Gewerkschaften zu Streiks im Einzel- und Großhandel aufgerufen. Die Arbeitnehmervertretung fordert höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in mehreren großen Unternehmen.
Die Gespräche zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft sind an den Lohnforderungen gescheitert. Die Arbeitgeber haben ihr Angebot trotz weiterer Verhandlungen nicht verbessert. Nach ihrem aktuellen Vorschlag sollen Einzelhandelsmitarbeiter nach sechs Monaten eine Lohnerhöhung von 2 Prozent erhalten, während Großhandelsbeschäftigte – nach einer langen Phase ohne Anpassungen – lediglich 1,8 Prozent bekommen würden.
Die Gewerkschaft verlangt eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für alle Beschäftigten sowie einen jährlichen Zuschuss von 150 Euro für die Ausbildung von Azubis. Zudem soll der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Die vorgeschlagenen Erhöhungen reichten laut Gewerkschaft nicht aus, um die erwartete Inflation auszugleichen.
Von dem Streik betroffen sind Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro und Rewe Logistics. Proteste sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant. Der Ausstand wird den Betrieb zahlreicher bekannter Handelsketten beeinträchtigen. Beschäftigte wollen in mehreren Städten für höhere Löhne demonstrieren. Bisher haben die Arbeitgeber kein verbessertes Angebot vorgelegt.
