13 March 2026, 02:13

WACKER schreibt 2025 tiefrote Zahlen – 805 Millionen Euro Verlust und 1.500 Stellen gestrichen

Ein Diagramm, das die Anzahl der von der COVID-19-Pandemie betroffenen US-Unternehmen zeigt, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung, mit Unterabschnitten für verschiedene Branchen und begleitendem Text mit zusätzlichen Daten.

WACKER schreibt 2025 tiefrote Zahlen – 805 Millionen Euro Verlust und 1.500 Stellen gestrichen

WACKER verzeichnet ein schwieriges Jahr 2025 mit einem Nettoverlust von 805 Millionen Euro und einem deutlichen Gewinnrückgang

Der Chemiekonzern WACKER hat für das Jahr 2025 ein herausforderndes Geschäftsumfeld gemeldet: Das Unternehmen verzeichnete einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro und einen starken Rückgang der Erträge. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen sein bisher größtes Sparprogramm namens PACE an, das weltweit mehr als 1.500 Arbeitsplätze abbauen wird.

Hintergrund der Maßnahmen sind eine schwache Nachfrage, zunehmender Wettbewerb und die hohen Energiepreise in Deutschland, die die Branche belasten.

Laut den Finanzzahlen für 2025 erzielte WACKER einen Nettoverlust von –805 Millionen Euro, vor allem bedingt durch Sonderbelastungen und Abschreibungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) brach um 43 Prozent auf 427 Millionen Euro ein. Auch der Gesamtumsatz sank um 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro – verursacht durch geringere Absatzmengen, gesunkene Preise und nicht ausgelastete Produktionskapazitäten.

Als Reaktion darauf startete WACKER im Oktober 2025 das PACE-Programm, mit dem die jährlichen Kosten in Produktion und Verwaltung um über 300 Millionen Euro gesenkt werden sollen. Im Rahmen dieser Maßnahmen fallen mehr als 1.500 Stellen weg, wobei der Großteil der Abbau in Deutschland erfolgt.

Trotz der Rückschläge verzeichnete das Unternehmen in zentralen Bereichen Fortschritte: So investierte WACKER über 300 Millionen Euro in eine neue Produktionslinie für hochreines Halbleiter-Polysilizium am Standort Burghausen. Damit festigte das Unternehmen seine Position im Halbleitermarkt und ist heute weltweit führend in Sachen Qualität. Jeder zweite Computerchip wird mittlerweile mit Polysilizium von WACKER hergestellt.

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich, während das EBITDA auf 550 bis 700 Millionen Euro prognostiziert wird. Besonders die Halbleiter- und Biotech-Sparten entwickeln sich positiv – hier wird für 2026 ein zweistelliges Umsatzwachstum erwartet. Aufgrund des Nettoverlusts werden Vorstand und Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung jedoch vorschlagen, für 2025 keine Dividende auszuschütten.

Vorstandsvorsitzender Christian Hartel räumte die aktuellen Herausforderungen der Branche ein, darunter schwache Nachfrage, Marktunsicherheiten und neue Wettbewerber. Dennoch setze das Unternehmen weiterhin auf langfristiges Wachstum durch Spezialprodukte, Halbleiter und Innovationen im Biotech-Bereich.

Die Bilanz für 2025 zeigt ein schwieriges Jahr für WACKER, geprägt von Stellenabbau, sinkenden Erträgen und einem Nettoverlust. Nun konzentriert sich das Unternehmen auf Kostensenkungen und strategische Investitionen in zukunftsträchtige Bereiche wie die Halbleiterindustrie.

Mit der neuen Produktionsanlage in Burghausen und der führenden Position bei Polysilizium strebt WACKER an, in den kommenden Jahren wieder profitabel zu wachsen.

Quelle